Karpfen im Hochsommer – Angeln im August 2020

Vorwort

Vorwort zum Vorwort

Beginnen möchte ich heute mal mit einer Entschuldigung an Mirco. Er hatte mich dezent darauf hingewiesen, dass ich seinen Vornamen ständig falsch schreibe. Also ab jetzt schreibe ich nur noch Mirco und nicht Mirko.

Das richtigen Vorwort

Alles fing damit an, dass mein Kumpel Valle in letzter Zeit ein paar schöne Karpfen im Knockster Tief fangen konnte. Da war ich natürlich etwas neidisch auf die tollen Fänge. Als wir uns dann mal wieder in der Whattsapp der Angelkollegen über das Karpfenangeln austauschten schlug Mirco mir mal wieder einen gemeinsamen Ansitz vor.

Ein toller Schuppi im Sonnenuntergang

Wir vereinbarten eine Nacht von Freitag auf Samstag. Allerdings hatten wir zu dem Zeitpunkt keine Ahnung, dass wir Temperaturen um 35° C ausgesetzt werden würden.

Ein extrem heißer Tag

Zielfisch war der Karpfen – nicht irgendein Karpfen, sondern mein erster richtiger gezielter Karpfen. Bislang gab es für mich nämlich nur kleine Karpfen die zufällig auf Maden oder Wurm bissen.

Wie wir uns geschlagen und durchgeschlagen haben erfahrt ihr in den folgenden Zeilen!

Die Session

Das Abenteuer beginnt

Gegen 16:00 Uhr traf ich mich mit Mirco am Knockster Tief. Geplant war eine lange Bootsfahrt mit Mircos Kahn zu einem recht abgelegenen Spot.

Schon das Aussteigen aus dem Auto brachte mich zum Schwitzen. Wir hatten zu dem Zeitpunkt knallharte 34° C und nicht den leisesten Hauch von Wind der Abkühlung versprochen hätte. Nach dem ich mein ganzes Tackle zum Boot geschleppt hatte musste ich erst mal eine längere Pause einlegen. Auch Mirco war platt als er die letzten Teile zum Boot brachte.

Danach spielten wir munter Tetris, da wir irgendwie unser ganzes Gerät ins nicht gerade riesige Boot packen mussten. Nach 20 Minuten war aber auch das Problem gelöst und die Fahrt konnte beginnen.

Das Boot ist gepackt und wird nun gesichert

16:45 Uhr Abfahrt

Als wir mit 5 kmh über das Knockster Tief fuhren erhielten wir minimalen Fahrtwind. Der reichte aber aus um uns etwas abzukühlen. Vor der Abfahrt hatten wir uns schon mit Sonnencreme eingeschmiert. Das kam uns nun zu Gute, denn mit T-Shirt war es kaum auszuhalten.

Wir durchfuhren Suhrhusen

Ich fuhr das erste Mal mit einem Boot eine längere Strecke auf einem Kanal. Das war ziemlich cool, denn wir kamen an vielen Spots vorbei die ich bereits in der Vergangenheit beangelt hatte. Nun hatte ich mal eine Vorstellung wie weit die Strecke zwischen den Spots war. Bis zu unserer Ankunft hatte ich über eine Flasche Wasser getrunken, damit ich nicht dehydriere. Zudem schützte mich mein Cappie vor direkter Sonneneinstrahlung auf meinen Kopf.

Das Wasser ist fast spiegelglatt

18:20 Uhr Ankunft

Nach dem Anlegen kamen wir wieder mächtig ins schwitzen, denn das Ausladen stand an. Erstmal haben wir nur alles einfach auf einen Haufen geworfen und gönnten uns eine Verschnaufpause im Schatten. Danach wurde nicht etwa das Camp aufgebaut, sondern wir machten unsere Feederruten scharf.

19:00 Uhr: Die ersten Fische

Nach dem ich gute zehn Körbe Futter ausgebracht hatte knallte es schon direkt nach dem ersten Auswurf mit Hakenköder. Ein schönes Rotauge von 24 cm schnappte sich die Maden.

Der erste Fisch der Session. Ein Rotauge von 24 cm

Auch Mirco hatte zügig Fischkontakt und konnte ebenfalls einige schöne Rotaugen ans Band bekommen. Darunter war ein 28 cm Exemplar, was auch sein bestes in diesem Jahr war.

Bis wir die Feederruten in der Dämmerung einpackten hatten wir um die zehn Rotaugen und zwei Güstern an Land gebracht.

Mircos bestes Rotauge in diesem Jahr: 28 cm

20:00 Uhr: Ein schöner Barsch

Während des Feederns schnappte ich mir mal die Spinnrute und machte ein paar Würfe mit einem Spinner. Gleich im dritten Wurf hing etwas am Köder. Es war ein ca 20 cm großer Barsch! Dieser wurde aber von drei wesentlich größeren Exemplaren verfolgt.

Ich warf daher noch einmal nach dem Lösen des kleinen Barsches aus. Ich hatte auch tatsächlich Glück und einer der größeren Verfolger hing am Haken. Dieser Barsch hatte 29 cm und war ein toller Fang in der Abendhitze.

Dieser schöne Barsch verpasste knapp die 30 cm Marke

Leider war der Schwarm danach verschwunden und es gab keinen Kontakt mehr.

20:30 Uhr: Vorbereitung für die Nacht

Gegen 20:30 Uhr war die Temperatur auf 28° C gesunken und die untergehende Sonne verschwand langsam hinter den Bäumen. Nun wurde es Zeit die Karpfenruten zu bestücken und auszulegen. Alle Ruten legten wir mit Boilies und Pop-Ups beködert in den Uferbereichen ab.

Danach wurden fix die Aal- und Zandermontagen bestückt und in unserem Sichtfeld ausgebracht. An die Haken kamen Köderfische, Tauwürmer und Dendrobenas

Im Halbdunkeln richteten wir dann auch endlich unser Camp her und verstauten alles ordentlich für die Nacht.

Die Nacht bricht herein

23:00 Uhr: Krebse in der Nacht

Nun gab es erstmals ein erfrischendes Bier aus der Kühlbox. Dazu aßen wir einen Happen und genossen die Stille.

Leider gab es in der Nacht kaum Fischkontakt. Einige Zupfer konnten wir zwar in Ufernähe erkennen, aber richtige Bisse gab es kaum.

Als wir um 23:00 Uhr alle Köder kontrollierten fiel auf, dass alle Würmer und Köderfische angefressen waren. Den Köfis fehlten die Augen und die Innereien waren weg. Zudem fehlte hin und wieder der Schwanz oder einzelne Flossen. Wir hatten es also mit Krebsen zu tun…das erklärte auch die leichten Zupfer an den Posen.

Ein von Krebsen zerfressener Köderfisch

Um 1:00 Uhr kam dann endlich ein besserer Biss auf Dendrobena. Leider war es nicht der ersehnte Aal, aber ein anderer Zielfisch: ein Zander! Ja ich geb’s zu…er war nur 20 cm lang, aber immerhin. Der durfte natürlich schnell wieder baden.

Ein kleiner Zander biss auf Wurm

05:30 Uhr: Der erste Karpfen

Um 05:15 Uhr gab es dann den ersten Fullrun. Mirco schaltete am schnellsten u d schlug direkt an. Der Fisch hatte Power und floh direkt in ein Krautfeld. Dort ließ er sich auch nicht herausdrillen und so stieg Mirco ins Boot und versuchte ihn so zu befreien. Leider war es da schon zu spät und der Karpfen hatte sich gelöst.

Sein Frust wärte aber nicht lange, denn nur Minuten später ging eine zweite Rute direkt neben ihm ab. Er setzte wieder routiniert den Anhieb und wieder saß der Karpfen. Diesmal machte der Fisch keine großen Fluchten und konnte dann von mir gekeschert werden.

Der schöne Schuppenkarpfen war ca 75 cm lang wog 14 Pfund. Was für ein toller Start im Morgengrauen.

75 cm bei 14 Pfund. Mirco mit dem ersten Karpfen

06:50 Uhr: Mein erster richtiger Karpfen

Nach dem aufregenden Drill waren wir beide wieder hellwach. Wir brachten direkt die beiden Feederruten aus und aßen dann etwas. Nach zwei kleineren Güstern konnte ich dann einen Brassen von etwa 40 cm fangen. Nur einen Wurf später hatte ich einen wesentlich besseren Brassen im Drill. Leider wurde der Drill aber durch den dritten Fullrun des Tages unterbrochen. Schnell übergab ich die Feederrute an Mirco und schnappte mir die abgehende Karpfenrute.

Der Anschlag saß und ich konnte den starken Fisch nach und nach heranpumpen. Ich dachte schon ich hätte leichtes Spiel, doch der Fisch zog ins Schilf, ohne dass ich hätte gegenhalten können. Zum Glück konnte ich ihn dort herausdrillen und Mirco konnte den Karpfen dann schlussendlich keschern.

Mein erster richtiger Karpfen hatte genau 16 Pfund und war 80 cm lang. Was war das für ein schönes Tier. Diesen brandheißen Ansitz werde ich mein ganzes Leben lang nicht vergessen.

Mein neuer PB Karpfen: 16 Pfund bei 80 cm Länge

09:00 Uhr: Kaum Action

Den Brassen, den ich Mirco überließ, konnte er übrigens während meines Drills landen und verarzten. Diese war nach Mircos Aussagen zwischen 45 cm und 50 cm lang gewesen.

Viele Bisse hatten wir dann allerdings nicht mehr auf den Feederruten. Auch die Karpfen hatten nun keine Lust mehr und ließen die Köder in Ruhe.

Eine handvoll Weißfische fanden aber dennoch den Weg an Land.

Diese Güster war einer der wenigen Weißfische am morgen

11:00 Uhr: Abbau und Heimfahrt

Gegen 10:00 Uhr fingen wir gemächlich an unser Camp abzubauen. Da es schon wieder fast 30° C waren ließen wir uns wirklich Zeit und machten viele Pausen. Eine gute Stunde später legten wir dann aber schlussendlich ab. Die Rückfahrt war wieder sehr angenehm, denn an diesem Tag wehte ein minimaler Wind der für Abkühlung sorgte.

Rückfahrt bei 35° C

Fazit

Unser Plan ist aufgegangen. Wir wollten gezielt die Karpfen überlisten und wir haben es auch tatsächlich geschafft. Zwei Schuppenkarpfen bei drei Runs trotz extremer Temperaturen waren ein gutes Ergebnis. Ich bin überglücklich, dass Mirco mich zu meinem ersten gezielten Karpfen führen konnte. Ich denke, dass ich spätestens im September noch einmal auf Karpfen gehen werde.

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