Pulse Spintail von Berkley [Kunstköder]- Testbericht 2020

Vorwort

Ich habe mir vorgenommen den Barschen in den heißen Sommertagen ein wenig auf die Pelle zu rücken. Daher habe ich bei Müllers Hobbymarkt in Moordorf einige kleinere Kunstköder erworben. Neben dem Ikiru Double Crank (Bericht dazu hier) habe ich mir unter Anderem ein paar Jigspinner zugelegt.

Einen davon möchte ich nun hier vorstellen: Den Pulse Spintail von Berkley mit 14 gr Wurfgewicht in der Farbe „Red Head“.

Der „Red Head“ Pulse Spintail von Berkley im Profil

Auf diesem Wege möchte ich mich wie auch im letzten Testbericht bei Müllers Hobbymarkt für die Beratung und Unterstützung bei diesem Testbericht bedanken.

Beschreibung / Technische Daten

Der Pulse Spintail ist ein Jigspinner aus dem Hause Berkley.

Das besondere Merkmal dieses Jigspinners ist das doppelte Spinnerblatt, welches ihn von den meisten vergleichbaren Köder klar unterscheidet. Diese beiden Blätter erzeugen Reibung unter Wasser, welche neben dem Druck und dem Aufblitzen auch ein akustisches Signal aussenden.

Hier die 9 Gramm Variante in dem Dekor „Pearl Pink“

Neben dem Dekor „Red Head“ ist der Pulse Spintail in weiteren sieben Farben verfügbar. Zudem ist der Köder neben dem Gewicht von 14 Gramm auch in 5 Gramm, 9 Gramm und 21 Gramm im Handel erhältlich.

Hier einmal die Variante in 21g in einem grünlichen Ton

Der Körper ist relativ schlank und wird nach vorne hin bulliger. Die für Jigspinner-Verhältnisse großen Augen sollen die Räubern zusätzlich reizen.

Unter dem Pulse Spintail ist ein einzelner Drilling angebracht. Oben befindet sich der Sprengring zum einhängen des Vorfaches.

Zum Schutz vor Kraut ist ein Plastikröhrchen über dem Wirbel zwischen Körper und Spinner angebracht.

Steckbrief

NamePulse Spintail „Read Head“
HerstellerBerkley
KödertypJigspinner
FarbeRed Head (weiß/gelblich mit roten Kopf)
Länge5 cm
Gewicht5 Gramm – 21 Gramm (14 Gramm hier im Test)
LauftiefeAlle Gewässertiefen
Preis8,00 €
BesonderheitenDoppeltes Spinnerblatt, große Augen, Krautschutz
ZielfischeBarsch, Hecht, Zander

Theorie und Praxis Tests

Material/Optik

Der Körper des Pulse Spintails besteht aus Metall und kommt so trotz geringer Größe auf ein Gewicht von 14 Gramm. Der Körper ist recht schlank und imitiert so perfekt einen kleinen Beutefisch.

Hier einmal der Pulse Spintail von unten

Auffällig sind die beiden glänzenden Spinnerblätter. Diese sind so angebracht, dass sie unter Wasser miteinander arbeiten und sich nicht in die Quere kommen. Das Firmenlogo von Berkley, sowie die Gewichtsangabe sind hier vermerkt.

Der Drilling ist sehr scharf und besteht den Fingernageltest mit Bravour.

Die Farbe „Red Head“ soll keinen natürlichen Fisch imitieren, sondern soll die Räuber mit dem auffälligen Aussehen anlocken und reizen. Besonders im trüben Wasser ist die weiße Farbe auffällig und rot ist generell ein Hingucker.

Dieser 55er Hecht griff im trüben Wasser nach dem weißen Köder

Laufverhalten

Der Köder lässt sich durch sein Gewicht und seine aerodynamische Form recht weit auswerfen. Auch bei Gegenwind büßt er durch seine Kompaktheit kaum an Wurfweite ein.

Den Spintail kann man knapp über dem Gewässergrund, aber auch im Mittelwasser gut führen. Die beiden Spinnerblätter am Hinterteil flattern auffällig beim Einholen und üben einen leichten und nicht zu aggressiven Druck aus. Beim Flattern blitzen die Blätter verführerisch auf und locken so die Räuber an. Ob die Reibung der beiden Blätter wirklich ein merkliches Geräusch unter Wasser verursachen konnte ich nicht beurteilen.

Was ich hingegen beurteilen kann, ist dass sich Barsche den Jigspinner bei langsamer Führung richtig reinknallen. In den meisten Fällen waren sogar alle drei Haken des Drillings im Barschmaul verschwunden.

Die Barsche haben die Jigspinner voll genommen

Den Köder kann man sowohl Jiggen, Faulenzen oder wie einen Spinner einfach Einkurbeln. Da ich häufig in krautigen und hängerreichen Gewässern unterwegs bin bevorzuge ich das stupide Einkurbeln. Der Jigspinner ist recht schwer und da ist die Hängergefahr natürlich an gewissen Spots enorm.

Ich empfehle ein Stahlvorfach vor zuschalten, denn auch Hechte mögen diese Jigspinner. Ich verwende stets ein 7×7 Stahlvorfach und kann versichern, dass das Laufverhalten dadurch nicht eingeschränkt wird.

Immer mit Stahl! Auch Hechte stehen auf diesen Köder

Einsatzgebiete

Für das schnelle Absuchen nach Barschen oder Hechten eignet sich Pulse Spintail hervorragend. Mit ihm kann man schnell Strecke machen um so möglichst den besten Hotspot für Räuber auszumachen.

Der Köder zeigt seine wahre Stärke in tieferen Gewässern. Vor Allem Baggerseen, Kieskuhlen oder unsere tieferen Kanäle wie das Knockster Tief, Norder Tief oder dem Ems-Jade-Kanal sind optimale Gewässer für den Pulse Spintail.

Hechte beißen gerne in den Uferbereichen. Dort stehen die Räuber und lauern auf Beute. Im Frühling und Sommer stellt der Esox gerne den Kleinfischen nach und der Pusle Spintail passt mit seiner geringen Größe genau in das Beuteschema.

Dieser Esox knallte direkt vor meinen Füßen auf die 9 Gramm Variante

Barsche halten sich gerne da auf wo Struktur im Wasser vorhanden ist. Besonders an Brücken habe ich gute Erfahrungen gemacht. Doch auch an Spundwänden oder Stegen stehen die Stachelritter.

Barsche lassen sich sowohl mit stumpfem Einleiern überlisten, als auch vertikal zupfend an Spundwänden oder Pfeilern.

Wo Struktur vorhanden ist, da stehen auch die Barsche

Erfahrungen

Positiv

Ich habe direkt beim ersten Wurf des Puls Spintails einen schönen Barsch gefangen. Das hat mich schon direkt überzeugt. Auch in den kommenden Würfen hatte ich mehrfach Fischkontakt und konnte weitere Exemplare zwischen 20 cm und 25 cm fangen.

Mein erster Fisch auf den Spintail – und das beim ersten Wurf

Das auch Hechte den Köder Berkley-Köder lieben habe ich einige Tage später in der Mittagszeit festgestellt. Beim langsamen Einkurbeln knallte ein knapp 60 cm langer Esox auf den Spintail. Diesmal allerdings auf die 9 Gramm Variante in der Farbe „Pearl Pink“.

Der erste von mehreren Hechten die ich mit dem Pulse Spintail ans Band bekommen konnte

Mir gefällt es, dass sich der Köder weit auswerfen lässt und ich dabei die Lauftiefe selber bestimmen kann. So kann ich schnell das Gewässer nach Räubern absuchen.

Was mir eigentlich am Besten gefällt ist, dass ich den Köder einfach stumpf Einkurbeln kann. Die Köderführung ist einfach, energiesparend und dabei noch erfolgreich.

Negativ

Das Faulenzen sollte man nur in Gewässern machen, wo sich kaum Kraut oder Geäst am Boden befindet. Der scharfe Drilling nimmt schnell Blätter oder kleine Ästchen vom Grund auf. Hier empfehle ich das langsame Einholen knapp über Grund oder das Fischen im Mittelwasser.

Wer es gezielt auf große Hechte und Zander abgesehen hat, sollte lieber auf einen größeren Köder zurückgreifen. Große Barsche hingegen sind definitiv fangbar mit dem Pulse Spintail.

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit dem Pulse Spintail von Berkley. Ich habe ihn in mehreren Gewässern und in unterschiedliche Bereichen getestet und hatte eigentlich immer Fischkontakt.

Ich hatte ihn eigentlich zuvor als reinen Barschköder abgestempelt, aber nun weiß ich, dass er auch die Hechte schnell zum Biss animieren kann.

Links

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Gerne seid ihr auch eingeladen bei Müllers Hobbymarkt in Moordorf vorbei zuschauen.

Bilder Gallerie

zum Vergrößern anklicken!

3 Gedanken zu “Pulse Spintail von Berkley [Kunstköder]- Testbericht 2020

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