Küstenangeln auf Mallorca (Colonia de sant Jordi) – Angeln im Juli 2020

Vorwort

Eigentlich war ein Flug nach Teneriffa geplant, den meine Frau und ich bereits im Januar gebucht hatten. Leider mussten Hotel und Flug umgebucht werden, da durch die Corona-Kriese viel eingeschränkt war. Das Ende vom Lied war, dass wir freitags am Flughafen standen und der neue Flug gar nicht existierte.

Noch am selben Tag haben wir einen fünf-tägigen Urlaub auf Mallorca ab Montag gebucht. Ziel war Colonia de sant Jordi im Südwesten der Insel.

Im letzten Jahr konnte ich bereits auf Fuerteventura einige Fische fangen. Den Beitrag dazu lest ihr hier!

Ein typischer Fisch aus Fuerteventura: Eidechsenfisch

Vorbereitung

Angelerlaubnis und Verbote

Ich habe mir im letzten Jahr einen spanischen Küstenangelschein zugelegt. Dieser Schein ist notwendig, damit man überhaupt an den spanischen Küsten legal angeln darf. Das gilt für Urlauber, sowie auch für Einheimische. Geldstrafen können bis zu 300 Euro betragen. Der Schein ist drei Jahre gültig und kostet 79 Euro. Die Erlaubnis kann man online erwerben und ist innerhalb von 24 Stunden im Email-Posteingang. Zu kaufen gibt es den Schein z.B. hier!

Man darf allerdings nicht überall angeln wo man gerade möchte. Die Fischerei in den Binnengewässern deckt der Küstenangelschein natürlich nicht ab. Zudem ist das Angeln in Hafenanlagen und deren Einfahrten auch strengsten untersagt. Leider befolgen viele Urlauber diese Regeln nicht und angeln illegal zwischen den Booten der Einheimischen. Weitere Regeln kann man hier nachlesen.

Ausrüstung

Ich habe ein günstige Teleskoprute eingepackt, da diese gut quer in den Koffer passt. Dazu wählte ich eine kleine gute Rolle (Daiwa Fuego lt 2500) mit Geflecht, damit ich einen eventuell größeren Fisch auch vernünftig drillen kann.

Dazu kam eine kleine Box mit Aalhaken, Bleien, Wirbeln und ein paar Spinnködern.

Meine Ausrüstung

Montage und Technik

Die Montage war sehr einfach gehalten. Auf die Hauptschnur kam ein Laufwirbel, woran ich Birnenbleie in verschiedenen Größen montieren konnte. Darunter kam ein Wirbel um den Aalhaken einzuhängen.

Nach dem weiten Auswurf brachte ich die Schnur auf Spannung. Wenn nach 5 Sekunden kein Biss kam kurbelte ich ein paar Umdrehungen ein. Das wiederholte ich solange bis die Montage wieder bei mir war.

Küste vor unserem Hotel

Angelsessions

Zwei Kurzsessions

Am zweiten Tag des Urlaubes ging es für mich ans Wasser. Ich habe mir an einem Supermarkt zuvor eine Packung tief gefrorene Garnelen besorgt. Dieser Köder brachte mir auf Fuerteventura bereits viele Fische.

Ich wählte einen Spot direkt vor unserem Hotel (Don Leon). Ich montierte ein Stück Garnele und warf 30 Meter aus. Schon beim ersten Wurf bekam ich sofort Bisse und der Köder war schnell abgefressen. Beim zweiten Wurf blieb dann der erste Fisch des Urlaubs hängen. Es war ein kleiner Schriftbarsch.

Mein erster Malle-Fisch. Ein Schriftbarsch

Danach war es bis zum Ende der Session immer das gleiche Spiel. Montage war gerade im Wasser und der Köder war direkt abgefressen. Meine 4er Aalhaken waren einfach zu groß und die vielen Kleinfische waren einfach zu schnell.

Am gleichen Abend versuchte ich nochmal mein Glück. Vor der Dämmerung angelte ich diesmal an einer anderen tieferen Stelle in der Nähe meines Hotels. Ich erhoffte mir größere Fische in der Dämmerung.

Leider biss abends kaum was

Leider waren auch hier wieder die Kleinfische zu schnell und die Garnelen waren schneller ab als man kurbeln konnte.

Gegen 21:00 Uhr hatte ich einen Hänger. Zumindest dachte ich es. Es fühlte sich eher an wie ein schwerer Stock, dann ich langsam ranpumpen konnte. Es war aber auch kein Stock, sondern einige rote Tentakeln kamen an der Wasseroberfläche zum Vorschein. Ich hatte einen kleinen roten Kraken an der Angel. Leider löste sich dieser wieder vor dem Herausheben. Man kann sogar gezielt auf Kraken angeln. Diesen Bericht habe ich dazu gefunden.

Kurz vor der Dämmerung wurde es dann fies. Die Mosquitos kamen in Scharen um mich lebendig zu fressen. Ich habe tapfer eine halbe Stunde ausgehalten aber dann flüchtete ich mit zahllosen Stichen übersät. Das war der Horror.

Ein schöner Sonnenuntergang

Längere Session mit Erfolg

Am vorletzten Urlaubstag ging es ein letztes Mal ans Wasser. Ich wollte unbedingt noch ein paar Fische fangen. Diesmal ging es aber in die Nähe des Bootshafens von Colonia de sant Jordi. Im Hafen hatte ich zuvor schon Meeräschen gesehen und hoffte, dass sich diese auch in den Felsen abseits des Hafens aufhalten würden.

Zu meinem Glück fand ich auf dem Weg einen Heimwerkerladen, der auch einige Angelsachen im angebot hatte. Hier bekam ich kleinere Haken, sowie eine Packung Seeringelwürmer.

Schon beim ersten Wurf zuckte es in der Rute und ich konnte einen weiteren Schriftbarsch an den Haken bekommen. Das fing ja super an!

Wieder biss ein Schriftbarsch an

Auch beim zweiten Wurf konnte ich einen Fisch haken. Diesmal war es eine kleine Ringelbrasse. Die Meerbrassenart ist im Mittelmeer beheimatet und kann bis zu 20 cm lang werden.

Die erste Meerbrasse.

Hier findet ihr die gängigsten Meerbrassen im Mittelmeer.

Einige weitere Würfe später hatte ich dann einen sehr bunten Fisch am Haken. Es war ein weiblicher Meerpfau. Meerpfauen sind eine Unterart der Lippfische und können bis maximal 25 cm groß werden.

Mein erster Meerpfau

Es folgten zwei weitere Ringelbrassen, wobei einer der Brassen keine goldene Färbung hatte.

Diese Ringelbrasse biss auf einen Seeringelwurm

Nach einer kurzen Flaute warf ich nun die felsigen Bereiche ab. Hier konnte ich dann eine neue Fischart landen: den Meerjunker.

Mein erster Meerjunker

Ich konnte gleich mehrere Exemplare dieser farbenfrohen Lippfische fangen. Die Färbung fiel allerdings häufig verschieden aus, so dass ich erst dachte es wären verschiedene Arten.

Wieder ein Meerjunker. Echt tolle Farben

Bis 13:00 Uhr konnte ich noch ein paar der oben genannten Fische fangen.

Leider hatte ich auch bei dieser Session extrem viele Fehlbisse. Und bei jedem Fehlbiss war der Köder auch schon abgefressen und musste neu montiert werden. Noch kleinere Haken hätten den Erfolg erheblich gesteigert.

Fazit

Der Urlaub an sich war super. Bei stetigen 30 Grad konnte ich meinen Akku wieder ordentlich aufladen.

Das Angeln war nur ein Nebenprodukt des chilligen Urlaubes. Ich war trozdem froh, dass ich bei der letzten Session einigermaßen erfolgreich war. So viele verschiedene bunte Fische konnte ich bislang noch nie erwischen.

Schroffe Felsen prägen die Küstenregion

Links

Meine Facebookseite: https://www.facebook.com/angelninostfriesland/

Instagram: angeln_in_ostfriesland

Youtube: KaulbarschTV

Bilder Gallerie

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