Kleine Köfis trumpfen auf! – Angeln im Juli 2020

Vorwort

Mirco und ich hatten uns vorgenommen endlich mal ein paar Sommeraale zu fangen. Meine letzten Ansitze waren nämlich nicht erfolgreich. Dafür konnte wir andere tolle Fische fangen in dem letzten Bericht.

Wir hatten uns diesmal wieder ein kleineres Tief (Kanal) für unser Vorhaben ausgesucht. Der Unterschied war diesmal nur, dass wir unweit der Anbindung zu einem wesentlich größeren Kanal saßen. Wir erhofften uns dadurch größere Fische, die aus dem großen Kanal in der Dämmerung in unser Zielgewässer zum Fressen ziehen.

Erste Session

Um 20:00 Uhr trafen wir uns am Spot. Die Sonne schien noch und es waren angenehme 18° C. Erfreulich war auch, dass es keinen Wind gab. So konnten wir genau erkennen, wie die Fischaktivität in dem Gewässerabschnitt war.

Dieses schmale Tief beangelten wir

Zu unserer Enttäuschung sah man nicht viel. Kaum Blasen an der Oberfläche und noch weniger Fischbewegung. Dennoch brachte Mirco die Senke aus, denn wir brauchten möglichst frische kleine Köderfische. Das Senken war witziger Weise recht erfolgreich. Innerhalb weniger Minuten hatten wir diverse Rotaugen und Güstern in perfekter Größe.

Auffällig waren die Mücken! Millionen kleinste Mücken flogen um uns herum. Kaum vorstellbar war die Soundkulisse, die diese kleinen Wesen verursachten. Es war ein monotones lautes Summen egal wohin man ging.

21:00 Uhr: Erste Kontakte

Wir brachten neben den Köderfischen auch Tauwürmer als Köder aus. Auf Wurm gab es auch die ersten Kontakte. Mehrere kleine Zupfer wurden wahrscheinlich von Kleinfisch verursacht, aber hängen blieb an den großen Aalhaken nicht viel.

Gegen 21:00 Uhr bekam ich einen schönen Biss auf Grund und diesmal konnten wir den Fisch auch landen. Es war eine Güster von ca 25 cm.

Der einzige Weißfisch der Session. Eine Güster

22:00 Uhr: Verhauene Bisse und erster Aal

Die Dämmerung setzte nun langsam ein und die Bisse nahmen merklich ab. Nun sollte die Zeit der Aale beginnen. Und tatsächlich konnte ich kurz darauf den ersten Aal fangen. Leider war der Bursche viel zu klein und wanderte wieder zurück in sein Element.

Nur 15 Minuten später zog eine Pose ab, an der ich einen Köderfisch montierte. Den Köfi hatte ich zu Beginn mittig des Kanals platziert und nun wanderte die Pose mit mäßigem Tempo in Richtung des gegenüberliegenden Ufers. Ich setzte den Anhieb, aber hängen blieb leider nichts.

Kurz darauf ist mir sogar ein größerer Fisch auf Tauwurm vor meinen Füßen ausgeschlitzt. Der Biss kam so brachial, dass das Aalglöckchen fast abgeflogen wäre. Der Fisch war ziemlich agil und schoss quer durch den kleinen Kanal, doch kurz vorm Kescher machte der Übeltäter noch mal mächtig Rabatz und schlitzte aus. Ich vermute dass es sich hier um eine Schleie oder einen kleinen Karpfen gehandelt hat.

23:00 Uhr: Ein guter Aal

Mirco hatten einen Köderfisch etwas abseits nahe eines Seerosenfeldes abgelegt. Für die Bisserkennung nutze er einen Pieper, welche das Signal bei einem Biss auf einen Empfänger schickt. Gegen 23:00 Uhr passierte genau das. Der Empfänger ertönte laut auf und Mirco wusste sofort an welcher Rute die Action war.

Der Anschlag saß und ein guter Fisch war gehakt. Diesmal war es endlich der Zielfisch. Der recht dicke Aal hatte 62 cm und biss auf ein 6 cm langes Rotauge, welches er zuvor mit einem Blitzhaken versehen hatte. Der Haken war recht tief geschluckt und so konnte sich Mirco auf einen weiteren Räucheraal freuen.

Mirco präsentiert den schönen Köfi-Aal

00:00 Uhr: Einpacken

Mirco hatte kurz darauf noch einen weiteren Biss auf Köderfisch, doch der Anschlag ging ins Leere. Da sich ansonsten nichts mehr tat und wir am nächsten Tag wieder arbeiten mussten packten wir gegen Mitternacht ein.

Wie sich herausstellte hätten wir eher gehen sollen, denn wir beiden waren nach den wenigen Stunden Schlaf ziemlich kaputt 🙂

Zweite Session

Nur zwei Tage später griffen wir erneut an selber Stelle an. Wir waren diesmal etwas eher am Platz, da wir eigentlich nicht wieder bis Mitternacht machen wollten. Die Beißphase war ja beim letzten Mal auch nur von ca. 21:00 Uhr bis 23:00 Uhr.

Auch an Tag zwei ging waren kaum Fischaktivität

Die Temperatur war die selbe wir zuvor, doch der Wind war diesmal stärker. Daher kam es uns wesentlich kälter vor. Die nervigen Mücken waren auch verschwunden und so hatten wir diesmal eine angenehme Geräuschkulisse.

Wir setzen heute vermehrt auf Köderfisch als Köder. Daher bestückte ich diesmal alle erlaubten Ruten mit Rotaugen und Güstern. Als Haken verwendete ich Ryder-Hooks und Blitzhaken. Mirco setzte weiterhin nur auf Blitzhaken.

20:00 Uhr: Der erste Fisch auf Köfi

Nachdem alle Köder im Wasser waren besuchte uns unser Kumpel Valle. Ausnahmsweise gab es diesmal ein Bierchen am Wasser, denn Valle wollte uns etwas länger Gesellschaft leisten.

Mitten im Gespräch zeigte einer meiner Pieper einen Biss an. Den dazugehörigen Köderfisch hatte ich nur einen halben Meter vom Ufer an einer Schilfkante abgelegt. Ich schlug an und der Fisch saß. Glücksbringer Valle übernahm das Keschern und ein Hecht kam zum Vorschein.Der Esox hatte knappe 50 cm und war recht wild. Ich war froh, dass es nun auch bei mir mit dem ersten Räuber auf Köderfisch geklappt hatte.

Dieser 50er Hecht wollten eine Güster zum Abendbrot

Den Köderfisch hatte ich vorab mit einem Ryder-Hook versehen. Diese Hakenart hat zwei Haken. Ein kleiner Haken wird in den Köderfisch gesteckt um den Fisch zu fixieren. Der größere Haken ist frei, damit der Raubfisch daran hängen bleiben kann.

Eine Güster mit Ryder-Hook

23:00 Uhr: Fisch des Tages

Nach dem Hecht war komplett tote Hose. Wir spielten schon mit den Gedanken abzubauen, als um 22:50 Uhr wieder einer meiner Pieper loslegte.

Den montierten Köderfisch hatte ich zwei Stunden zuvor mit einem Kunstwurf (da bin ich immer noch stolz drauf 🙂 ) unter einen überhängenden Ast geworfen. Das Wasser war dort nur 30 cm tief, aber es sollte ja auch auf Aal gehen.

Ich nahm die Rute vom Ständer und öffnete den Bügel, damit der Fisch weiter ungehindert Schnur nehmen konnte. Nach 30 Sekunden setzte ich den Anhieb und das Schauspiel begann. Der Fisch fühlte sich super an und dementsprechend zog er auch durch den Kanal. Zwei unserer Montagen vielen dem Drill zum Opfer, da der Kanal nun mal nicht sonderlich breit war.

Wir wussten direkt, dass es ein Zander ist, aber die Größe schätzten wir als mittelmäßig ein. Nachdem der Fisch gekeschert war, entpuppte sich der Zander als größer als gedacht. Ich schätzte ihn auf ca 60 cm. Das Maßband teilte uns allerdings mit, dass er mit 68 cm noch größer war. Ein klasse Fisch für das kleine Tief!

Ein klasse Zetti aus dem kleinen Kanal

Der Zander biss diesmal auf einen Blitzhaken. Ein Blitzhaken hat auch zwei Haken, welche jedoch gleich groß sind. Die Haken stehen nicht vom Köderfisch ab, sondern liegen seitlich an, damit der Räuber den Köder leichter schlucken kann.

Hier eine Güster ausgerüstet mit den Blitzhaken

Nach dem Fisch mussten wir erst einmal unsere Montagen wieder neu machen. Wir hatten ein Knäuel aus mehreren Posen, Birnenbleien, Wirbeln und Haken.

So sieht ein Mix aus mehreren Montagen aus…

23:30 Uhr: Fehlbiss des Tages

Mirco hatte heute keinen glücklichen Tag, Seit Beginn der Session um 19:00 Uhr hatte er keinen Fischkontakt. Kurz vorm Einpacken tat sich aber endlich was an seiner Tauwurm-Rute.

Die Pose nahm stetig an Fahrt auf und Mirco zögerte nicht mit dem Anhieb. Der Fisch saß und die Rute war krumm. Nach einem spektakulärem Drill ging der Fisch als Sieger hervor. Das war ganz schön bitter…

Fazit

Beide Angeltage haben sehr viel Spaß gemacht. Ich gehe immer gerne mit Mirco ans Wasser, denn wir haben uns immer viel zu erzählen. Viele Fische konnten wir nicht erwischen, aber dennoch ein paar Schöne. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten gemeinsamem Ansitz

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