Fat Iris 80 Shining Roach von Spro [Kunstköder] – Testbericht 2020

Beschreibung/Technische Daten

Der Fat Iris 80 Shining Roach ist ein Wobbler des Herstellers Spro. Die „Fat Iris “ sind eine Reihe von relativ bulligen und robusten Wobblern, welche für das Fischen in Oberflächennähe gemacht sind. Der Name „Fat Iris“ ist auf die großen Augen der Köderreihe zurückzuführen. Das Sortiment der „Fat Iris“ umfasst 12 verschiedene Farbmodelle, welche in den Größen 6 cm und 8 cm zu haben sind.

Der Fat Iris Shining Roach in der Seitenansicht

Das Modell „80 Shining Roach“ ist 80 mm lang und ist in den Farben eines Rotauges gehalten. Der Rücken ist schwarz und verläuft sich in silber bis zum Bauch. Der Lack ist glänzend, so das die Sonnenstrahlen am Köder reflektieren. Die großen Augen haben eine knallrote Iris und eine schwarze Pupille.

Der Wobbler wiegt 40 Gramm und ist mit zwei großen Drillingen vom Hakenhersteller Gamakatsu ausgestattet. Laut Hersteller kann der Wobbler bei schneller Führung eine maximale Tiefe von 80 cm erreichen.

Ein Extradetail ist der in schwarz gehaltene Federschwanz, der die Bewegungen des Wobblers attraktiver machen soll. Zudem sorgt eine Rassel im Körper für den akkustischen Reiz unter Wasser.

Der Preis liegt im Fachhandel durchschnittlich bei 10,00 €. Erhältlich ist die Iris Serie von Spro in diversen Farbvarianten unter Anderem bei Müllers Hobbymarkt in Moordorf, wo ich den Shining Roach zum Beispiel erworben habe.

Steckbrief

NameFat Iris 80 Shining Roach
SerieFat Iris
HerstellerSpro
KödertypCrankbait
FarbeRotaugendekor (Schwarz/silber)
Länge8 cm
Gewicht40 gr.
Lauftiefe0,5 m – 0,8 m
Preisca. 10,00 €
BesonderesHaken von Gamakatsu / Federschwanz

Theorie- und Praxis Tests

Material/Optik

Was als erstes auffällt ist der klobige Körper und die breite aber kurze Tauchschaufel. Der füllige Körper bietet genügend Hohlraum um einen guten Auftrieb zu ermöglichen. Die Farbe ist einem Rotauge nachempfunden und trifft diese Optik sehr gut. Die Augen sind extra groß um Räuber mit der roten Signalfarbe noch mehr zu reizen.

Die großen roten Augen sind das Markenzeichen

Der Hakenhersteller Gamakatsu ist international für qualitativ Hochwerte Erzeugnisse bekannt. Das trifft auch auf die Haken zu, welche trotz der Größe nadelspitz sind.

Laufverhalten

Durch das Gewicht von 40 Gramm lässt sich der Köder ohne Probleme weit auswerfen. Die runde Form bietet der Luft wenig Widerstand und man kann auch bei Wind präzise den Spot treffen. Nach diversen Würfen fällt auf, dass es nur sehr selten zu Verhedderungen mit den Haken und der Schnur kommt.

Beim Aufkommen auf dem Wasser bleibt der Köder auf der Oberfläche liegen. Bei langsamen Einkurbeln taumelt der Wobbler auf der Wasseroberfläche. Bei schnellerem Einholen taucht der Fat Iris bis zum 50 cm tief in das Gewässer ein und taumelt nun hektischer. Bei einem Spinnstopp bleibt der Köder für kurze Zeit an der gleichen Stelle und treibt dann langsam Richtung Oberfläche auf. Das soll laut Hersteller auch der Zeitpunkt sein an dem die meisten Fische den Köder attackieren. Diese Erfahrung kann ich bislang nicht teilen. Alle mein Attacken erfolgten bei der aktiven Köderführung.

Dieser 58er Hecht biss beim langsamen „Durchleiern“

Durch die flache und breite Tauchschaufel wird das Wasser enorm verdrängt, so dass große Druckwellen entstehen. Die eingebaute Rassel erzeugt einen zusätzlichen akustischen Reiz, der besonders den Hechten gefällt.

Der Federschwanz folgt den Bewegungen des Wobblers und macht die Führung natürlicher.

Einsatzgebiete

Der Slogan des Köders lautet: “ Er punktet da, wo andere Wobbler versagen“! Darin steckt eine ganze Menge Wahres.

Dieser 63er Esox schnappte nach einer schnellen Kurbelumdrehung zu

Durch die geringe Lauftiefe kann dieser Crankbait in sehr flachen Gewässern eingesetzt werden. Auch in sehr krauthaltigen Gewässer kann der Fat Iris überzeugen. Positiv ist mir aufgefallen, dass er nur selten Kraut einfängt, falls man ihn durch kritische Zonen leiern möchte.

Ich glaube dass dieser Köder vor allem im Sommer sein volles Potential ausschöpfen kann. Wenn die Wasserstände hitzebedingt sinken und dadurch die Wasserpflanzen näher an die Oberfläche kommen schlägt die Stunde des flachlaufenden Wobblers.

Die Wassertrübung ist für den Spro-Wobbler Nebensache. Durch das aggressive Auftreten regt er die Räuber in glasklaren wie auch in moorigen Gewässern zum Biss an.

In solchen flachen Kanälen punktet der Fat Iris

Positive Erfahrungen

Was ich immer richtig geil finde, ist es wenn man die Attacken sehen kann. Bei diesem flachlaufenden Modell ist das der Fall. Mehrere Attacken kamen direkt an der Oberfläche. Die meisten Fische blieben auch schon nach der ersten Attacke hängen und konnten sich nicht von den scharfen Gamakatsu-Haken lösen.

Falls der Wobbler dann doch mal Kraut aufgenommen hat, tut es seinem Laufverhalten fast keinen Abbruch. Ich habe es bei vielen Wobblern erlebt, dass nur ein einzelner Halm die Bewegungen des Köders zum Stillstand bringen kann. Das ist bei dem Fat Iris nicht der Fall, da der Körper zu bullig und kraftvoll ist.

Auch die Barsche können dem Köder nicht widerstehen

Negative Erfahrungen

Wenn die Fische tiefer im Gewässer stehen kann dieser Köder nicht den Erfolg bringen. Er ist halt für die oberflächennahe Angelei gedacht. Hier muss dann auf tieflaufendere Wobbler, Blinker oder Gummis zurückgegriffen werden.

Die maximale Lauftiefe von 80 cm konnte ich nur bei extrem schneller Köderführung erreichen. Bei mittlerem Tempo kommt der Wobbler auf 50 cm Tiefe.

Fazit

Ich mag diesen Köder, da ich gerne in unseren flachen Fehnkanälen oder den Poldern im Nachbarland angle. Einsatzgebiete gibt es in Ostfriesland und Holland genug für den Fat Iris. Jetzt da der Sommer vor der Tür steht wird der Köder Dauergast in meiner Tacklebox sein. Neben dem Rotaugen-Dekor „Shining Roach“ besitze ich noch den „Chrome Perch“ welcher einem Flussbarsch nachempfunden ist.

Besonders Spaß macht es, wenn das Wasser bei Oberflächenattacken weg spritzt. Mehrere Hechte und einen Barsch konnte ich so bei Angriffen beobachten. Die meisten der Attacken konnte ich auch verwerten.

3 Gedanken zu “Fat Iris 80 Shining Roach von Spro [Kunstköder] – Testbericht 2020

  1. Pingback: Beste Fänge im ersten Halbjahr 2020 – Angeln in Ostfriesland

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