Lieblingsmethoden für Räuber nach der Schonzeit – Angeln im Juni 2020

Vorwort

Der Saisonstart war meinen Kollegen und mir geglückt. Neben ein paar Hechten konnten auch ein paar Zander in die Kamera gehalten werden. Generell konnten auch meine Freunde von den „Angelkollegen“ ganz gute Fische schon vorweisen. Wer mag kann am besten mal auf die Facebookseite der Jungs gehen:

Im Frühling und Sommer wähle ich immer andere Taktiken und Köder als im Herbst und Winter. Diese möchte ich euch nun vorstellen.

Meine Lieblingsmethoden

Kleine Spinner

Mein Lieblingsköder kurz nach der Schonzeit ist der Spinner. Ich fische am liebsten die Marke Mepps in den Größen 2 und 3. Da nun auch die Friedfische abgelaicht haben ist nun das ganze Wasser voll mit Laich und kleinen Fischen. Das wissen die Räuber auch und schießen sich dementsprechend auf kleine Beute ein. Der Spinner macht eine schöne Druckwelle und lockt somit Räuber wie Hechte und Barsche an.

Die Hechte stehen nun direkt in den flachen Uferkanten. Hier erwärmt sich das Wasser am schnellsten und treibt damit auch den Stoffwechsel des Hechtes an. Zudem findet sich auch in dieser Region der Beutefisch ein, da Nahrung vom Ufer ins Wasser fällt. Gute Verstecke sind hier Seerosenfelder. Den Köder nah daran vorbeiführen und mit Glück schießt ein Esox daraus hervor.

Einen Spinner langsam am Ufer entlang geführt bringt dann häufig den Biss. Durch den Drilling sitzt der Spinner auch häufig sicher beim ersten Biss. Falls es doch eine Fehlattacke gab greift der Esox oft beim nächsten Wurf wieder an.

Das geschah zum Beispiel als ich eine kleine Spinntour mit meinem Kollegen Bidder unternommen hatte. Er bekam einen schönen Biss, doch der Fisch löste sich kurz darauf wieder. Nur wenige Minuten später knallte der Räuber dann auf meinen Spinner.

Mein erster maßiger Hecht nach dem Saisonstart

Große Spinner

Bidder fischt am liebsten Meppsspinner der Größe 5. Bei dieser Größe übt das Spinnerblatt noch mehr Druck Wasser aus, was die Hechte verrückt macht. Gelbe und braune Farbtöne brachten ihm in den letzten Jahren immer Erfolg.

Auch bei 25° C in der Mittagszeit animiert der Spinner erfolgreich die Fische. Diesen knapp 60er Esox konnte Bidder ebenfalls am Ufer einer Kanals zum Biss animieren.

Bidder konnte dieses 60er mit einem großen Spinner überlisten

Barsche aus der Tiefe locken

Barsche bevorzugen eher die Mitte des Gewässers als die Schilfkanten. Die Bisse erfolgen trotzdem meist direkt vor den Füßen. Wenn es gezielt auf Barsch gehen soll und keine merkliche Struktur im Wasser ist machen sich weite Würfe in die tieferen Bereiche des Gewässers bezahlt.

Barsche treten häufig in kleinen Trupps auf. Wenn ein lukrativer Köder in deren Sichtbereich kommt verfolgt ihn oft der ganze Schwarm. Durch Futterneid kommen die Bisse dann schon recht zügig. Einzelfische beißen oft erst, wenn sie die vermeintliche Beute bis zum Ufer verfolgt und in die Enge getrieben haben.

Jens konnte einen schönen 30er Stachelritter ebenfalls mit einem gelben Spinner überlisten. Der Barsch verfolgte den Köder einige Meter doch der Einschlag kam nur wenige Zentimeter vor Jens Füßen.

Erster Wurf und direkt Biss: Ein 30er Barsch für Jens

Kleine Köderfische

Zander und Hecht sind Deadbait-Liebhaber. Bei Zandern ist man bei kleinen Köderfischen immer an der richtigen Adresse. Bei Hechten sieht das ganz anders aus. Während im Winter die „dicken Brocken“ den Hecht ans Band bringen laufen kleine Köfis im Frühling und Sommer besser.

Bei beiden Fischarten empfiehlt es sich den Köder ufernah zu platzieren. Am Tag ist der Hecht ein interessierter Abnehmer und in der Dämmerung und Nacht streift der Zander durch die Uferzonen. Der Köderfisch kann entweder direkt auf dem Grund abgelegt oder schwebend kurz über Grund angeboten werden, wobei letzteres häufig erfolgversprechender ist.

Bei einem Ansitz Ende Mai konnte ich mit einem 15 cm großen Rotaugen einen knapp 60er Hecht überlisten. Den Köderfisch habe ich auf Grund abgelegt.

Ein auf Grund abgelegtes Rotauge brachten mir diesen Hecht ein

André hatte hingegen mit einen schwebenden Köderfisch erfolg. Er konnte einen maßigen Zander mit einem Einzelhaken überlisten. Auch hier war der Köder ein kleines Rotauge. Der Fisch ging auch mit nach Hause, denn der Haken war ziemlich tief geschluckt. SO konnte sich Andrés Familie auf ein leckeres Zanderfilet freuen.

André konnte diesen Zander mit einem schwebenden Köfi fangen.

Andere Methoden

Die oben genannten Methoden sind meine Favoriten wenn es auf Frühlings-Räuber geht. Natürlich gibt es noch tausende andere Arten wie man im Frühjahr an den Fisch kommt. Viele Bekannte fischen erfolgreich mit Wobblern oder Gummifischen in dieser Zeit.

Natürlich greife auch hin zu anderen Kunstködern wenn der Spinner nicht den gewünschten Erfolg bringt. So konnte ich beispielsweise auch einem Schneidertag vorbeugen als ich mit einem 7 cm langem rosafarbenden Gummifisch noch einen kleinen Hecht mit den letzten Würfen fangen konnte.

Kleiner Hecht bei spontaner Spinntour

Auch dieses Zanderlein biss auf einen Gummifisch im Rotaugen-Dekor kurz vor der Uferkante.

Dieser kleine Zetti woltle einen Gummifisch

Fazit

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen was über meine Lieblingsmethoden mitgeben, welche im am liebsten in der noch frühen Raubfischsaison nutze.

Wie fischt ihr im Frühling auf Räuber? Über eure Nachrichten und Kommentare bei Facebook/Instagram oder einfach hier im Blog würde ich mich sehr freuen.

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