Zander und Hechte zum Saisonstart – Angeln im Mai 2020

Vorwort

Der 1. Mai wird von mir immer rot im Kalender markiert, denn die Raubfische sind dann vielerorts wieder zum beangeln freigegeben. Wie auch in den letzten Jahren zog ich mit meinen Jungs von den „Angelkollegen“ los um den Räubern auf den Zahn zu fühlen. Hier der Link zur deren Facebookseite: https://www.facebook.com/Angelkollegen-1518811718336769/

Im letzten Jahr waren die Fische richtig bissig! Den Bericht dazu lest ihr hier: https://angelninostfriesland.com/2019/05/05/die-hechte-haben-hunger-angeln-im-mai-2019/

Natürlich ist in diesen „Corona-Zeiten“ besonders auf Abstand zu achten. Das geht beim aktiven Angeln mit der Spinnrute besonders gut, da man sich ja nicht gegenseitig in die Schnur werfen möchte.

Generell ist es aber schon ein komisches Gefühl, dass man dem Mitangler nicht die Hand geben oder ihm bei einem Fang auf die Schulter klopfen darf. Sicherheit geht allerdings vor und irgendwann hat die Pandemie auch ein Ende.

Der Angeltag

Wir trafen uns um 6:00 Uhr morgens an einem bis zu 3 Meter tiefen Kanal mitten in der ostfriesischem Pampa. Es war zunächst recht bewölkt, doch der Himmel sollte im laufe des Tages sämtliche Farben von blau über weiß bis hin zu schwarz annehmen.

Der Kanal im Morgenlicht

Es knallt in den ersten Würfen

Die Köder waren kaum im Wasser, da schepperte es bereits bei Bidder. Sein 5er Mepps, den er langsam am Ufer entlang führte, hatte einen Hecht zum Biss animiert. Der Esox war gute 72 cm lang aber durch das Laichgeschäft war er sehr abgemagert. Dennoch lieferte er einen schönen Drill. Nun waren wir alle heiß und hofften auf weitere schnelle Bisse.

Bidder konnte sich in den ersten Würfen mit diesen 72er Hecht entschneidern

Schleppender Vormittag

Nachdem wir die erste Strecke abgeworfen hatten wechselten wir Spinnangler an einen schmaleren Kanalabschnitt. Die beiden Ansitzangeler André und Henning blieben am Spot.

Das bis eben noch so angenehme Wetter kippte nun und es regnete wie aus Kübeln. Beim zweiten Abschnitt machten wir einige hundert Meter Strecke, doch mehr als einen lausigen Biss sollten wir nicht erhalten.

Klitschnass machten wir uns auf zum dritten Abschnitt. Kaum waren wir aus den Autos gestiegen schien wieder die Sonne. Glück sollte es uns allerdings nicht bringen, denn auch hier wollte weder etwas auf Metall noch auf Gummi beißen.

Nach über fünf Stunden konzentriertem Werfen ging es gegen Mittag erfolglos wieder zurück zum Ausgangspunkt

Fisch zum Mittag

Nach einer kurzen Verschnaufpause mit Verpflegung griff ich abermals zur Spinnrute. Ich montierte einen silbernen Mepps-Spinner und warf ein wenig die flachen Uferbereiche ab. Nach einigen Würfen dann endlich der ersehnte Kontakt. Ein kleiner Hecht erbarmte sich und ließ mich zumindest nicht schneidern.

Besser als Schneider. Ein sehr kleiner Esox erbarmte sich

Kurz darauf war eine Köderfischpose von André verschwunden. André setzt den Anhieb und befand sich ebenfalls im Drill. Diesmal konnte man auch von Drill sprechen, denn der Fisch ging in die Bremse. Der Hecht wehrte sich nach allen Mitteln und nahm jedes Hindernis mit. Mit größter Mühe konnte der Esox dann endlich über den Kescherrand geführt werden. Auch dieser Hecht konnte die 70 cm Marke knacken.

André konnte diesen 70er Hecht mit einem toten Köderfisch überlisten

Lenni und die Zander

Gegen 13:30 Uhr färbte sich der Himmel schwarz und ein ordentlicher Schauer ergoss sich über uns. Einige von uns hatten bereits dem Heimweg angetreten, während andere Kollegen das Unwetter im Auto abwarteten.

Das Ausharren machte sich auch wenig später bezahlt, denn die Zander wurden durch den Schauer munter. Lenni war der Glückliche mit dem ersten Kontakt.

Zunächst rappelte es in seiner Spinnrute. Der grünliche Gummifisch wurde von einem guten Zander bis nah ans Ufer verfolgt und dann attackiert. Mit knappen 65 cm war das ein super Auftakt.

Nach dem Schauer ist vor dem Zander. Lenni mit dem ersten Zetti

Das die nächsten Würfen keinen Kontakt brachten, legte Lenni zwei Köfi-Ruten aus. Und auch hier sollte es keine 30 Minuten dauern, bis sich die erste Pose in Bewegung setzte. Die am gegenüberliegenden Ufer abgelegte Montage war mit einer Güster bestückt, welche nun im Maul des nächsten Zanders verschwand. Der Zander hatte mit 56 cm auch eine passable Größe.

Auch die Köfis wurden nun von den Zandern angenommen

Am Ende des Tages kamen noch zwei kleinere Zander dazu, wobei je einer auf Gummi und einer auf Köfi biss.

Fazit

Nach einem sehr schleppenden Vormittag mit wenig Action brachte der Nachmittag dann noch einiges an Fisch zum Vorschein. Der 1. Mai hat auch dieses Jahr wieder viel Spaß gemacht.

Besucht mich doch gerne mal bei Facebook oder Instagram! Die Adressen dazu findet ihr am rechten Bildrand!

Hier noch einige Bilder des Tages:

5 Gedanken zu “Zander und Hechte zum Saisonstart – Angeln im Mai 2020

  1. Dieter Tenbrinck

    Petri ihr erfolgreichen Angler ich war selber am 16.05 am EJK unterwegs und konnte 3 Zander von gut 50 cm 1 Barsch von 30 cm und einen Hecht von
    80 cm…..überlisten…..wie sieht es eigentlich im Leybucht-Kanal aus lohnt es sich dort schon wieder zu Angeln ….
    auf Zander, Barsch ….nach der Katastrophe von 2018 ..
    Petri
    VG
    Didi

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    1. Moin Didi. Deine Fänge hören sich doch klasse an. PETRI.
      Wir meiden das Gewässer seit der Katastrophe. Der Fischbestand ist dort drastisch gesunken und daher haben wir für uns entschieden die noch minimal verbliebene Zanderpopulation in Ruhe zu lassen. Generell wird es auch nicht gerne gesehen, wenn dort wieder geangelt wird. Wir weichen an den EJK oder an das Knockster Tief aus.

      Vg Gü

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  2. Anonymous

    Ok, danke für die Info, ich komme aus dem Münsterland und bin seit 12 Jahren Mitglied im BVO….bekomme leider nicht alles mit was so Aktuell ist.Ich komme nächste Woche ins schöne Ostfriesland nach Greetsiel..dann werde ich mich auch daran halten und dem Leybuchtkanal fernbleiben (leider hatte dort schon gute Zander erwischt…)…es gibt ja noch genug andere attraktive Gewässer….wünsche euch noch gute Fische…..vieleicht trifft man sich ja mal…..bis dann Petri heil
    VG
    Didi

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    1. Ich will dich nicht davon abhalten da angeln zu gehen. Wenn du da immer noch gute Zander fängst dann ist das doch ein gutes Zeichen. Das „Fernhalten“ haben wir uns nur vorgenommen.

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  3. Anonymous

    Nein ich sehe das auch so wir ihr, der Bestand muss sich im Leybucht in den nächsten Jahren erst einmal erholen, ich wollte nur mal nachfragen ob dort überhaut schon wieder was gefangen wurde. Ich hatte eigentlich damit gerechnet das der BVO das Gewässer für einen gewisse Zeit
    für die Angelei sperrt.

    VG
    Didi

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