Stellensuche in Holland – Angeln im September 2019

Vorwort

Die letzten Wochen war ich nicht sonderlich viel am Wasser. Unpassende Arbeitszeiten, Wetter, fehlende Motivation und sogar Kühe (Insider) waren die Hauptgründe. Ein paar Friedfischansitze habe ich dennoch unternommen und hier wird wahrscheinlich auch ein Bericht folgen.

Im heutigen Bericht wird es aber mal wieder um Räuber gehen. Wolle hat mich unter der Woche gefragt, ob ich denn mal wieder Bock auf eine Reise nach Holland hätte. Da meine Frau am Wochenende außer aus war nutzte ich die Chance und sagte zu. Im Fokus der Tour sollte weniger der Fisch stehen, sondern das Austesten neuer Spots und Gewässer im Nachbarland.

Da mein Kollege erst am frühen Nachmittag Zeit hatte verabredete ich mich mit meinem alten Kumpel Akram für den Vormittag des Angeltages.

Die Spinntour

09:30 Uhr: Start in Delfzijl

Nachdem Akram und ich unsere Kollegen Manuel und André bei einem Feederwettkampf besucht hatten machten wir uns auf den weg nach Delfzijl. Ziel war eine Hafenanlage, welche sowohl Süßwasser- als auch Salzwasserfische beherbergt.

Obwohl der Wetterbericht Wolken und Regen angesagt hatte war klarer Himmel. Wir montierten zunächst noch schnell ein Fluocarbonvorfach bevor wir den ersten Spot, eine Kaimauer, in Angriff nahmen. Hier waren Bleiköpfe von über 10 Gramm gefragt um direkten Kontakt zu halten, da das Wasser sehr tief und es recht windig war.

Der Binnehafen in Delfzijl

Nach einigen Würfen konnte Akram direkt den ersten Fisch des Tages haken. Es war ein schöner Barsch, welcher dem 12 cm Zander Pro Shad im Barschdekor nicht widerstehen konnte. Gute 15 Minuten später konnte er an selber Stelle einen weiteren etwas kleineren Barsch ans Band bekommen. Nach mehreren Fehlbissen ging es an den zweiten Spot.

Entschneidert! AKram mit einem schönen Barsch

12:00 Uhr: Starkregen und verlorene Zander

Beim nächsten Spot gab es kaum Kontakt. Ein paar wenige Zupfer bei uns beiden und ein größerer verlorener Fisch waren die Highlights. Beim dritten und letzten Spot des Hafens erhofften wir uns wesentlich mehr. Wir befanden uns nun auf einer langen Steganlage, welche gute 100 Meter in den Hafen führte. Wir hatten kaum die ersten Würfe gemacht, da brach der Himmel über uns ein. Wir rannten schnell zurück zu den Autos und kleideten uns in unsere Allwetteranzüge.

Die Steganlage führt weit in den Hafen hinein

Weite Würfe in die Fahrrinne brachten die ersten zaghaften Kontakte. Nach einer guten Stunde kam dann mein erster richtiger Biss und ein Fisch war im Drill. Der mittelgroße Zander, welcher nur am Angstdrilling hing, schüttelte sich allerdings kurz vorm Kescher ab. So ein Schiet…! Auch Akram erlitt das gleiche Schicksal etwa eine halbe Stunde später.

Pünktlich zu unserer Abfahrt schlossen die Wolken dann die Tore und der Regen hörte auf. Gegen 13:30 Uhr machten wir uns auf den Weg um uns mit Wolle und Steven zu treffen.

14:15 Uhr: Treffen mit den Jungs

Steven und Wolle waren bereits am ersten Spot der Entdeckertour als wir beide ankamen. Da die Jungs hier schon einige Minuten ohne erfolg geangekt hatten ging es direkt weiter zum zweiten Spot.

14:45 Uhr: Kleiner Kanal ganz groß!

Wir kamen an einem kleinen Polder mitten in einem Dorf an. Es daurte keine zehn Minuten da rief Wolle schon laut :“Fiiisch“! Ich setzte zu meinem ersten Sprint des Tages an um Wolle beim keschern zu unterstützen. Ein toller Hecht schnappte sich einen kleiner schwarz-weißen Gummifisch mit Twisterschwanz. Leider war kein Maßband zur Stelle, doch den Esox schätzten wir auf 75 cm. Ein toller Start!

Wolles schöner 75er Hecht

Wieder nur wenige Minuten später war ich wieder im Dauerlauf um Akram beim keschern zu unterstützen. Wieder war es ein Hecht! Diesmal war ein grüner Gummifisch der Erfolgsköder. Damit konnte Akram auch seinen ersten Hecht des Tages in die Kamera halten.

Auch Akram kann seinen ersten Hecht vorweisen

15:15 Uhr: Endlich entschneidert!

Nun konnte auch ich mal einige Minuten „ungestört“ einige Würfe machen. Und auch ich sollte schnell den ersten Biss bekommen. Leider schlitzte der Hecht nach einigen Sekunden aus. Direkt beim nächsten Wurf schnappte der Hecht wieder zu…und schlitzte wieder aus. Das Spiel ging noch weitere dreimal so bis er endlich sicher hing. Wolle hatte den Kescher schon parat und landete den Fisch sicher. Auch dieser Hecht war nicht schlecht. Mit knapp über 70 cm war das mein bislang größter Esox in diesem Jahr.

Mein erster Fisch der Session. Hecht um die 70 cm

Kurz darauf machten wir und auf zum nächsten Spot. Diesen Kanal werden wir allerdings im Hinterkopf behalten!

16:00 Uhr: Zwei Schleusen im Test

Der dritte Spot war eine Schleuse, die ordentlich Wasser ließ. Was auf Google Maps super aussah, war mit eigenen Augen dann nicht mehr sooo schön. Der Kanal war sehr flach und man hatte durch das dichte Schilf keine Chance ans Wasser zu kommen.

Eine schöne Schleuse in Holland

Die nächste Schleuse war dann schon besser zu beangeln. Kontakte auf Kunstköder gab es zwar nicht, aber auf Dropshot mit Wurm konnte ich einige kleine Barsche überlisten.

17:15 Uhr: Die letzten beiden Spots

Der nächste Spot war ein kleiner Binnenhafen. Die Wassertiefe war leider nur bei 50 cm. Dennoch konnte Akram seinen zweiten Hecht an einem Seerosenfeld überlisten.

Akram mit einem kleinen Hafenräuber

Das nächste und auch letzte Gewässer, welches wir anfuhren, brachte keinen Fischkontakt mehr.

Fazit

Der Angelausflug ins Nachbarland hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich war lange nicht mit der Spinnrute unterwegs und auch nach neun Stunden Werfen hätte ich noch weitermachen können. Da es in erster Linie darum ging neue Gewässer zu entdecken waren wir über unsere bescheidene Ausbeute zufrieden. Wir haben nun mindestens einen Gewässer gefunden, wo mit einigen Hechten zu rechnen ist. Andere gefundene Gewässer werden im Winter für die Köderfischangelei sehr interessant sein.

2 Gedanken zu “Stellensuche in Holland – Angeln im September 2019

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