Mit dem Spinner auf Sommer-Räuber – Angeln im Juli 2019

Vorwort

Eigentlich war eine Feedersession am Nachmittag geplant. Bidder von AngelnAlsTherapie wollte nach Feierabend dazu kommen und ein wenig Spinnfischen. Ende vom Lied war, dass er wesentlich eher frei hatte und wir zusammen die Kunstköder fliegen ließen.

16:00 Uhr: Irrfahrt dank Google Maps

Bidder schickte mir früh genug den Standort bei Google Maps. Der Spot lag im Leeraner Raum, also in einer Gegend in der ich mich als Auricher nicht so gut auskenne. Um 16:00 Uhr kam Bidder am Platz an. Ich folgte derweil noch brav dem Navi. Die Strecke führte mich über einen 2 km langen Sandweg an einem Kanal entlang und endete ich einer Baustelle unter der Autobahn. Das war schon sehr komisch…komischer war, dass Bidder nirgends wo zu sehen war. Nach einem Telefonat war klar, dass Maps mich verarscht hat. Der eigentliche Spot lag nämlich noch 30 Minuten entfernt.

16:30 Uhr: Endlich da

Nach dem ich endlich am richtigen Platz angekommen war ging es auch schon direkt los. Bidder hatte bis dahin schon zwei Barsche verhaften können. Der Himmel war bewölkt und wir hatten das Gefühl, dass es ein sehr erfolgreicher Tag werden würde.

Einer der ersten kleinen Barsche der Tour

17:00 Uhr: Barsche und Hecht

Wir fischten zunächst beide kleine Spinner um in die Session „rein zu kommen“. Bidder konnte mit zwei kleinen Barschen direkt vorlegen. Ich folgte mit einem Barsch und einem klar untermaßigen Hecht. Der Start war also gemacht.

Dieser Baby Hecht biss auf einen 2er Mepps

17:30 Uhr: Der Farben-Wettstreit

Wir machten Strecke den Kanal entlang. Nach mehreren kleinen Barschen entschieden wir uns die Ködergröße zu erhöhen. Da wir beide Mepps Spinner in verschiedenen Farben fischten machten wir einen Wettstreit daraus, welche Farbe besser fängt. Wir entschieden uns für die Größe 3: Bidder in Bachforellendekor und ich für den klassischen Silbernen.

Wir fischten diese beiden Spinner für unser Duell

17:50 Uhr: Ein Torpedo steigt ein

Bidder legte mit dem bräunlichen Dekor direkt vor und konnte weitere Barsche überlisten. Doch die Zeit des silbernen Mepps sollte kommen. Kurz vor 18:00 Uhr knallte im Mittelwasser mittig des Kanal auf einmal etwas auf meinen Köder. Es ist schwer zu beschreiben, doch einen Biss in der Art habe ich noch nicht erlebt. Es fühlte sich an, als ob etwas ohne auch nur anzuhalten den Köder aufnahm und mit gleicher Geschwindigkeit einfach weiter Vollgas gab. Beim Hecht oder Zander hält der Fisch für gewöhnlich an und zappelt dann heftig rum oder gibt Kopfstöße. Hier war es wirklich wie ein Torpedo, der einfach ohne langsam zu werden weiter Gas in eine Richtung gab. Bidder kam schnell herbei geeilt und hielt den Kescher bereit. Nach wirklich tollem Drill konnte man den Fisch erkennen: Ein großer Rapfen! Vor dem Kescher machte der Fisch noch einige Fluchten und ich hatte echt einen Köttel in der Hose ihn noch zu verlieren. Aber zum Glück konnte Bidder den Rapfen souverän keschern.

Der 3er Mepps konnte die Aufmerksamkeit eines Rapfen auf sich ziehen

Der klasse Fisch kratzte knapp an der 70 cm Marke und war erst der Zweite seiner Art den ich je fangen konnte. Im letzten Jahr konnte ich am Fehntjer Tief bereits ein Exemplar von knapp 40 cm ebenfalls auf einen Spinner erbeuten. Hier der damalige Bericht: https://angelninostfriesland.com/2018/09/16/rapfen-beim-allround-ansitz-angeln-im-september-2018/

Da ist der geile Fang! Rapfen 69 cm

18:45 Uhr: Zweimal den gleichen Barsch?

Die Spinner wurden weiterhin durchgängig attackiert und Barsch um Barsch kam an Land. Leider ließ die Größe immer noch zu wünschen übrig. Als wir uns langsam auf den Rückweg machten konnte Bidder einen Schwarm mit größeren Fischen ausmachen. Nach zwei Nachläufern blieb dann endlich ein größerer Kamerad hängen. Mit 26 cm endlich mal ein Vorzeigebarsch.

Das kann man schon Barsch nennen. Bidder mit dem ersten 26er

Nur wenige Minuten später hakte mein Kumpel einen weiteren schönen Barsch. Das Maßband zeigte abermals 26 cm an und der Fisch ähnelte seinem Vorgänger auch extrem. Es könnte tatsächlich der Selbe gewesenen sein 😉

19:15: Der Regen setzt ein

Nun begann es langsam zu regnen. Was zunächst als Nieselregen begann wurde schnell zum Schauer mit dicken Tropfen. Obwohl wir nur auf T-Shirt unterwegs waren wollten wir dennoch weiter angeln.

Das war auch gut so, denn ich konnte auch endlich einen besseren Barsch erbeuten. Dieser Bursche maß 24 cm und hatte den 3er Mepps komplett inhaliert.

Die Barsche werden größer.

Bevor wir endgültig abbrechen mussten, konnte Bidder noch einen kleinen Hecht ans Band bekommen. Klitschnass aber glücklich über die Fänge gingen wir danach zurück zu unseren Autos.

Der Hecht bildete den Abschluss einer tollen Spinntour

Fazit

Die spontane Spinntour hat sich richtig gelohnt! Wir konnten einiges an Fisch aus dem Kanal zaubern. Bidder hatte um die 15 Barsche und einen Hecht. Ich konnte immerhin sieben Barsche, einen Hecht und meinen Fang des Jahres fangen. Das Duell ging in Sachen Masse definitiv an den Spinner im Bachforellendekor. Der silberne Spinner konnte aber den größeren Fisch zum Biss animieren.

Hier nochmal die besten Bilder der Session zum Vergrößern:

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