Ansitze auf Sommer-Zander – Angeln im Juni 2019

Vorwort

Nach meinem Urlaub auf den Kanaren standen schon die nächsten Ansitze in meinem geliebten Ostfriesland auf dem Zettel. Holger, mit dem ich schon seit einigen Jahren auf Fischfang gehe, war mal wieder zu Besuch. Es sollte auf Zander mit Köderfisch gehen. Auch mit meinem langjährigen Angelpartner Lenni sollte ein weiterer Ansitz auf Zander erfolgen. Beide Sessions haben es nun in diesen Bericht geschafft!

Ansitz Nr. 1: Nach dem Gewitter ist vor dem Zander

Keine 20 Stunden vor dem Ansitz mit Holger zog ein ordentliches Gewitter über Ostfriesland hinweg. Bis zum Mittag des Angeltages regnete es noch ordentlich und auch für den Abend war noch eine hohe Regenwahrscheinlichkeit gemeldet.

17:00 Uhr: Aufbau

Pünktlich kamen wir am Spot an. Als wir gerade unsere Angelschirme aufgebaut hatten fing es bereits wieder zu regnen an. Das zu beangelnde Knockster Tief war in diesem Bereich gute 40 m breit. Durch die Regenschauer der vergangenen 24 Stunden wurde stark gepumpt. Wir würden also eher auf Grundbleie anstatt Posen setzen um den Zandern nachzustellen.

Holger und ich bauten vorsichtshalber Wetterschutze auf

18:00 Uhr: Feedern und Stippen

Zunächst mussten wir uns Köderfische beschaffen. Daher wanderten neben zwei Feederuten auch zwei Stippmontagen im Wasser. Das Stippen verlief zwar realtiv schleppend, aber dennoch konnten wir einige kleine Rotaugen, Rotfedern und Güstern landen.

Die Futterkörbe landeten am gegenüberliegenden Ufer. Hier konnten wir überwiegend Güstern fangen. Die meisten waren uns allerdings etwas zu groß um als Zanderköder eingesetzt zu werden. Auch ein paar Brassen ließen sich blicken.

Ein kleiner Brassen schnappte sich die Maden

19:30 Uhr: Aal auf Made

Das Wetter wendete sich mittlerweile zum Positiven. Der Regen verzog sich und die Sonne strahlte. Meinen Regenanzug mottete ich direkt wieder ein und genoss die Wärme. Die Fische wurden nun auch merklich aktiver und die Beißrate stieg.

Um 19:30 Uhr erhielt ich einige vorsichtige Zupfer an der Feederrute. Ich schlug sofort an. Da hing was am Haken, aber der Drill war doch recht merkwürdig. Das Ergbenis war auch nicht alltäglich – ein Aal schnappte sich die Maden. Noch nie hatte ich einen Aal an der Feederrute und vor Allem auch nicht am helligten Tag. Leider war der Aal ganz knapp untermaßig und musste wieder ins Wasser.

Mein erster Aal beim Feedern. Und das am helllichten Tag

In Tide abhängigen Gewässern werden öfter Aale am Tag gefangen. Doch unser Gewässer war definitiv nicht Tide abhängig.

22:00 Uhr: Ein schöner Zetti

Um 21:00 Uhr begannen wir gemütlich die Köderfische auszubringen. Meine letzte Rute versuchte ich am gegenüberliegenden Ufer zu platzieren. Erst nach dem dritten Wurf landetete der Köderfisch an der Stelle, woch ich ihn haben wollte. Ich legte die Rute in den elektrischen Bissanzeiger und begann die Schnur zu straffen. Mitten in dem Vorgang machte der Pieper plötzlich Alarm! Ich vermutete, dass ein Gegenstand durch die Pump-Strömung in die Schnur geschwemmt wurde, doch die Schnur flog nur so von der Rolle. Ich wartete noch kurz ab und schlug dann mutig an – Ein Fisch wehrte sich am anderern Ende! Der Drill war die ersten Sekunden wirklich wild, doch dann stellte der Fisch das Kämpfen ein und ließ sich in der Strömung treiben wie ein nasser Sack.

Erst vor unseren Füßen ging der Kampf wieder los. Es war ein großer Zander, der da Rabatz machte. Holger konnte dann den Räuber gekonnt keschern. Der Zander hatte genau 76 cm und war damit mein neuer PB.

Mein neuer PB Zander

Meine vorherige Bestmarke lag bei 73 cm. Hier der damalige Bericht dazu: https://angelninostfriesland.com/2017/05/24/pb-zander-bei-spontaner-spinntour-angeln-im-mai-2017/

Bis 1:00 Uhr nachts passierte leider bis auf zwei Brassen nichts mehr. Dennoch war es ein schöner Ansitz.

Ansitz Nr. 2: Lenni räumt ab

Mit Lenni ging es ein paar Tage später auf den zweiten Zander-Ansitz der Woche. Wir wählten zwar den selben Kanal, aber einen Abschnitt der einige Kilometer entfernt lag. Hier war der Kanal deutlich schmaler und wir konnten die Fressrouten der Zander einfacher befischen.

20:30 Uhr: Aufbau

Da der Anlasser meines Autos am Vortag den Dienst versagte holte Lenni mich von zu Hause ab. Um 20:30 Uhr kamen wir am Spot an und bauten direkt auf. Zunächst brachten ich eine Feederrute aus und Lenni eine Stippe.

Nach und nach kamen unsere Köderfische zum Vorschein und wurden direkt an die Zandermontagen gepackt. Neben einigen zu großen Güstern konnte Lenni noch einen schönen Brassen überlisten.

Lenni konnte diesen schönen Brassen landen

22:00 Uhr: Ein guter Zander

Die Dämmerung setzte gerade ein, da machte ein Bissanzeiger von Lenni auf sich aufmerksam. Schnell ging es zur Rute um Fühlung an der „freien Leine“ aufzunehmen und siehe da: Der Köderfisch hatte einen Abnehmer gefunden! Der Fisch nahm langsam aber stetig Schnur. Nach einer guten Minute setzte Lenni den Anhieb und stieß auf guten Widerstand. Der Fisch legte sich ordentlich ins Zeug, doch zusammen konnten wir den schönen Fisch an Land bringen. Es toller Zander von 72 cm lag im Kescher!

Der 72er Zetti zauberte Lenni ein Lächeln ins Gesicht

22:10 Uhr: Der zweite Trupp-Zander

Der erste Zander war noch nicht einmal versorgt, da schlug auch schon der zweite Bissanzeiger an. Ich übernahm die Versorgung des ersten Zanders, während Lenni zu seinre zweite Route stürmte. Auch hier war definitiv ein Räuber am Werk und nahm Schnur. Wieder fühlte sich der Fisch gut an nach dem Anschlag. Nach ähnlichem Drill landete der zweite Zander im Kescher. Dieser Zetti war mit 66 cm nur minimal kleiner und ein weiterer toller Fisch.

Wahnsinn! Der zweite Zander biss nur wenige Minuten nach dem Ersten

Beide Fische bissen nur 2 Meter vor unserer Uferseite auf Grund. Da beide Fische fast zeitgleich kamen vermuteten wir einen Trupp Stachelritter. Das war mal ein Paukenschlag

Bis zum Ende der Session blieben die Bissanzeiger still. Aber will will bei zwei tollen Zandern schon meckern?

Das war mal wieder ein toller Ansitz

Fazit

Wieder mal haben die Zander in der Dämmerung gebissen. Das scheint wirklich die beste Beißphase im Sommer zu sein. Beide Sessions haben sehr viel Spaß gemacht! Ich hoffe bald im Ems-Jade-Kanal noch einen erfolgreichen Ansitz starten zu können. Bis dahin euch allen viel Erfolg am Wasser!

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