Biss auf Biss in Südbrookmerland – Angeln im Juni 2019

Vorwort

Es war Freitag Abend – Ich hatte es mir gerade so richtig gemütlich gemacht auf dem Sofa um die NBA-Finals zu verfolgen. Ich hatte bereits zwei Nachtansitze unter der Woche hinter mir und wollte den Abend vor der Glotze verbringen. Doch natürlich kam es dann doch anders…

Vor einer guten Woche hatte ich Holger über eine lokale Angelseite bei Facebook kennengelernt und kurz darauf waren wir bereits bei Schietwetter für ein paar Stunden am Wasser. Der Ansitz hat Spaß gemacht und diesen wollten wir bei besseren Bedingungen unbedingt wiederholen.

Wir konnten u.A. diesen Brassen an unserem ersten Ansitz fangen

Als ich so auf dem Sofa lag erhielt ich mehrere Nachrichten und Bilder vom besagten Holger. Er hatte mehrere tolle Fische gefangen. Auf die Frage, ob ich denn Lust hätte mitzuangeln antwortete ich quasi während der Autofahrt zum Spot 😉

Der Ansitz

18:00 Uhr: Holger baut auf

Holger traf um 18:00 Uhr am Spot ein. Das Wetter war einfach perfekt – gute 22° C und windstill. Sein Zielgewässer war die Abelitz in Südbrookmerland. Hier sollte es für ihn hauptsächlich auf Aal gehen.

Die Abelitz zeigte sich von seiner schönsten Seite

Da es noch eine Weile dauerte bis zur Dämmerung griff Holger zur Matchrute um den Friedfischen etwas auf den Zahn zu fühlen. Er entschied sich den Köder nahe eines überhängenden Busches zu platzieren. Für das Angeln mit der Matchrute muss der Platz penibel ausgelotet werden, damit die Bisse auf der Wagglerpose perfekt angezeigt werden. Nach dem Ausloten warf Holger drei große Futterbälle an den Platz, um die Friedfische anzulocken. Mit einem Dendrobena als Köder wurde die Montage an den Platz gebracht.

19:00 Uhr: Holgers Giebel PB

Es dauerte nicht lange und die Pose richtete sich auf und zog ab. Schnell setzte Holger den Anhieb und ein tolles Rotauge kam zum Vorschein. Nachdem am Futterplatz wieder etwas Ruhe einkehrte kamen zunächst ein paar Fehlbisse. Gegen 19:00 Uhr blieb mal wieder ein Fisch hängen – und zwar ein Guter! Der Wurmliebhaber zog direkt Richtung Busch, doch Holger konnte die Flucht parieren. Nach einem spannenden Drill konnte der bräunliche Fisch gekeschert werden. Es war ein 45 cm großer Giebel! Das war ein neuer Rekord für Holger!

Holger konnte mit diesem 45er Giebel seinen PB knacken!

Nachdem der Giebel versorgt wurde flog die Montage auch wieder an den Futterplatz. Es dauerte keine zehn Minuten bis der nächste kapitale Giebel den Köder fand. Auch dieser Bursche wollte in die Büsche flüchten, doch auch hier konnte Holger den Giebel gekonnt über den Kescherrand führen. Mit 44 cm war dieses Exemplar nur minimal kleiner.

Auch der zweite Giebel war ein Prachtexemplar

19:45 Uhr: Eine dicke Schleie

Nach dem Giebel-Doppelpack war der Futterplatz zunächst wie leer gefegt. Als Holger nochmals mit einem Ballen nachfütterte kamen auch die Bisse wieder. Zunächst verirrte sich eine Güster an den Haken. Danach folgte ein heftigerer Biss. Die Pose zog langsam ab und Holger schlug an. Direkt ging ein Feuerwerk durchs Wasser, denn der Fisch gab mächtig Gas. Unter größter Mühe konnte der Fisch von den Büschen und den Seerosen ferngehalten werden. Nach einem spektakulärem Drill staunte Holger nicht schlecht über den Fang. Es war eine 46 cm große Schleie und die zweitgrößte die er je an den Haken bekommen konnte.

Diese prächtige 46er Schleie gab mächtig Gas an der Matchrute

20:30 Uhr: Gü kommt auch mal an

Um 20:30 Uhr war ich dann auch endlich da und fing direkt an meine Montagen auszubringen. Zwei Wurmruten und eine Stippe fanden zunächst den Weg ins Wasser. Mit der Stippe konnte ich ein paar Köderfische fangen, welche ich an zwei weiteren Ruten anbot.

Die größeren Fische konnte weiterhin Holger fangen. Zunächst blieb ein schöner Brassen am Haken hängen. Nur einige Minuten später der nächste Giebel. Es lief wie am Schnürchen bei meinem Kollegen!

Auch dieser schöne Brassen ging an Holgers Wurmhaken

Bis zur Dämmerung konnten wir noch einige Güstern, Rotaugen und einen kleinen Kaulbarsch aus dem Wasser holen.

22:30 Uhr: Die ersten Aale

Holger brachte eine Grundrute am gegenüberliegenden Ufer aus. Köder war auch hier ein Dendrobena-Wurm. Mit Einbruch der Dämmerung kam auch hier der erste vorsichtige Biss. Nach dem Anschlag merkte Holger einen guten Widerstand und es plätschert ordentlich auf der anderen Seite. Leider war dann der Aal doch nicht so groß wie zunächst vermutet. Der knapp untermaßige Fisch hatte sich nur sehr gut verkauft.

Der erste Aal war leider zu klein

Nach einem Fehlbiss konnte Holger um 23:00 Uhr den nächsten Aal an Land ziehen. Leider war auch dieser Bursche etwas zu klein und wurde wieder in sein Element entlassen.

Etwas später zog auch endlich eine meiner Posen ab. Im flachen Uferbereich machte der Fisch ordentlich Randale. Es war leider nicht der Zielfisch welcher im Kescher lag, sondern ein mittelgroßer Brassen.

Auch Brassen beißen in der Nacht

00:00 Uhr: Breitkopf-Aal und Doppelrun

Wir beköderten nach dem Brassen nochmal alle Wurmruten neu. Ich behandelte nun die Köder zusätzlich mit einem Krabben-Dip und erhoffte mir dadurch einen höheren Beißreiz. Der Plan ging auf, denn kurz darauf zog meine zweite Pose Richtung Kanalmitte ab. Der Fisch fühlte sich wieder gut an und diesmal war es auch der gewünschte Aal. Es war ein 55 cm großer Breitkopf-Aal.

Dieser Breitkopf maß 55 cm

Um 00:40 Uhr war dann kurzzeitig Chaos angesagt. Beide meiner Posen zogen zeitgleich ab. Wir entschieden uns zunächst die rechte der Montagen in Angriff zu nehmen. Dieser Aal war wirklich sehr klein, also ging es direkt zur zweiten Pose. Auch hier war der Aal nicht wirklich maßig. Beide Fische gingen nach einem schnellen Foto direkt wieder ins Wasser.

Die magere Ausbeute des Doppelbisses

02:00 Uhr: Mini-Aale und Abbau

Die Aale bissen Munter weiter. Um 01:10 Uhr konnte ich meinen vierten Aal der Nacht fangen. Auch dieser war zu klein. Danach folgten noch drei Fehlbisse an unseren Montagen.

Wir entschieden uns um 02:00 Uhr einzupacken. Natürlich gab es auch in der Abbauphase einen Biss. Diesmal zog die Waggler-Pose von Holger ab, welche er zuvor mit einem Knicklicht ausgestattet hatte. Zu unserem Bedauern scheiterte auch dieser Fisch am Mindestmaß.

Auch der letzte Fisch scheiterte knapp am Mindestmaß

Fazit

Insgesamt hatten wir einen richtig geilen Abend mit einer super Bissfrequenz. Holger konnte einen PB knacken und seine zweitgrößte Schleie fangen. Nachdem ich mich spontan eingeklinkt hatte konnte ich immerhin einen schönen Aal mit nach Hause nehmen. Das wiederholen Holger und ich definitiv nochmal.

Besucht mich gerne bei Facebook unter https://www.facebook.com/angelninostfriesland/ oder bei Instagram (gue_angeln)

Checkt auch Holger Instagram Account aus: rafe_81!

Hier nochmal alle Bilder des Ansitzes zum vergrößern:

Ein Gedanke zu “Biss auf Biss in Südbrookmerland – Angeln im Juni 2019

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