Eine unglaubliche Oster-Nacht – Angeln im April 2019

Vorwort

Vorab würde ich mich sehr darüber freuen, wenn ihr auf meiner Facebookseite https://www.facebook.com/angelninostfriesland/ vorbeischaut. Dort gibt es immer die aktuellsten Berichte, Bilder usw.

Der Karpfenversuch

Mit Wolle war seit Wochen die erste Karpfennacht 2019 geplant. Wir legten den Samstag vom Osterwochende als Starttermin fest. Das Wetter war ein Traum. Am Samstag Nachmittag hatten wir 22° C – absolutes T-Shirt Wetter!

Es war unglaublich heiß für einen April-Tag

Vorbereitung

Das zu beangelnde Gewässer was das Fehntjer Tief bei Emden. Der Angelplatz lag circa 500 m von der Straße entfernt. Daher fragten im Vorfeld einem Landwirt, ob wir dort unsere Autos parken und entladen durften. Da das Betreten des Feldes auch nur über das Grundstück des Landwirtes möglich war baten wir auch hier um das Betretungsrecht. Der gute Mann gestatte uns alles. So mussten wir nur noch circa 300 m zum Spot laufen.

Eine Graugans rastete auf dem Feld

Ich traf bereits um 14:30 Uhr beim Landwirt ein. Mein Auto war bis an den Anschlag gefüllt mit Angelsachen, Brolly, Kameraausrüstung und Verpflegung. Daher musste ich die Strecke vom Auto zum Spot ganze drei Mal zurücklegen. Als dann alles am Wasser war habe ich stolze 1,8 km Weg hinter mich gebracht. Ich baute zunächst das Brolly auf um meine Verpflegung und die Köder nicht der prallen Sonne auszusetzen. Es war so heiß, dass ich sogar mein T-Shirt ausziehen musste.

Der Ansitz

16:00 Uhr: Erstmal eine Runde Feedern

Nach erfolgreichem und anstrengendem Aufbau brachte ich endlich zwei Ruten ins Wasser. Einen Futterplatz legte ich am gegenüberliegenden Ufer an und den Zweiten in der Mitte des Kanales. Danach schaltete ich die Bundesliga-Konferenz an um endlich ein wenig zu relaxen. Zur Halbzeit hatte Bayern noch kein Tor erzielt gegen Bremen, was mich als BVB Anhänge natürlich freute.

Eine scheue Rohrammer auf Nahrungssuche

Die Sonne brannte gnadenlos. Das schien die Fische auch etwas abzuschrecken. Ich erhielt relativ wenig Bisse und diese kamen auch sehr vorsichtig. Als ich nach 30 Minuten immer noch keinen Fisch haken konnte wählte ich einen kleineren Haken und zog eine Made komplett auf. Nun blieben auch mal Fische hängen. Durch die Bank weg sehr kleine Rotaugen. Nach weiteren 30 Minuten kam endlich mal ein etwas besserer Fisch zum Vorschein: Eine 21 cm große Rotfeder.

Die erste Rotfeder des Tages

Zwischenzeitlich waren meine Partner Wolle und Steven aufgetaucht. Wolle schleppte sein vollgepacktes Transportsystem an den Spot. Wenn er das nicht gehabt hätte, hätte Steven und er auch mehrmals das Land hoch und runter laufen müssen.

Während beide den Angelplatz herrichteten konnte ich den zweiten etwas größeren Fisch an den Haken bekommen. Es war eine ca 30 cm große Güster. Bis zum Austausch der Feederruten durch die Aalruten konnte wir 15 Fische fangen.

Ein Reh graste in unserer Nähe

Wolle ist übrigens bekennender Bayern-Anhänger. Und zu meiner Missgunst verfolgten wir beide Live wie die Münchener ein dreckiges 1:0 gegen Bremen über die Zeit brachten. Es bleibt also spannend nach dem 30. Spieltag.

18:00 Uhr: Ausbringen der Karpfenruten

Wir entschieden uns sechs Karpfenruten auszubringen. Wolle, als erfahrener Karpfenangler, bereitete die Montagen vor. Vier Ruten wurden mit Boilies bestückt, eine mit Tigernüssen und die Sechste mit einer Maiskette. Um die Montagen auch perfekt auszubringen nutzte Wolle sein mitgebrachtes Schlauchboot. Er schnappte sich jeweils eine Rute und paddelte einen vielversprechenden Ablagepunkt an. Dort klopfte er den Gewässergrund ab um eine möglichst harte Stelle zu finden. Dort wurde dann der Hakenköder platziert, da der Karpfen hier lieber frisst als im Schlamm.

Wolle bringt die Montagen mit dem Schlauchboot aus

Wolle erklärte uns die verschiedenen Anschlagtechniken der unterschiedlichen Rollen und auf was man achten sollte im Drill. Für mich auf jeden Fall alles etwas ungewohnt. Ich hoffte inständig darauf, dass ich in dieser Nacht die Möglichkeit bekam mich der Herausforderung zu stellen.

Eines der Rigs. Hier ein so genanter Snowman

Um 20:00 Uhr brachten Steven und ich noch unsere Aalruten aus. Da die Bisse bei den Karpfenruten nur akkustisch angezeigt werden boten wir die Aalmontagen an der Pose an. Als Köder kamen Laubwürmer und halbe Tauwürmer zum Einsatz, welche wir in Ufernähe anboten.

20:30 Uhr: Ein Biss auf Boilie

Als wir gerade das Abendessen zu uns nehmen wollte, ertönte lautstark ein Pieper. Wir sahen uns um und erkannten sofort die Rute, welche ordentlich wackelte. Wolle gab mir zu verstehen, dass jetzt mein Einsatz gefragt war. Ich spurtete zur Rute und alles was Wolle vorab erklärt hatte war wie vergessen. Ich nahm die Rute aus der Halterung und setzte mit Volldampf den Anschlag – nur doof wenn die Bremse ja komplett offen ist…! Also erstmal Bremse zudrehen und nochmal anhauen. Diesmal klappte es und der Fisch war zum Glück noch dran. Während des Drills hatte sich die Schnur in der Uferbefestigung verfangen und Wolle versuchte mit Hilfe des Keschers das Problem zu lösen. Kurz bevor ich den Fisch aus gut 50 m zu uns drillen konnte, konnte Wolle das Problem lösen. Der Fisch kämpfte nach dem Anhieb noch sehr gut doch dann war er nicht mehr zu spüren. Ich befürchtete bereits einen Verlust, doch kurz vor meinen Füßen ergriff er nochmals die Flucht.

Leider war es nicht der erhoffte Karpfen, den Wolle dann keschern konnte. Aber dafür war es großer Aland. Für mich sogar der Größte, den ich je fangen konnte. Der Aland maß genau 50 cm und wog schätzungsweise vier Pfund. Ein wirklich toller Fisch. Ich war richtig happy über den Start in die Nacht.

Der makelose Aland maß genau 50 cm

21:15 Uhr: Der größte Aal meines Lebens

Es wurde mittlerweile echt kalt. Ich lief die Strecke zurück zum Auto um meinen Thermoanzug zu holen. Die Temperatur war von 21° C auf nun 9° C gefallen. Ich war immer noch etwas aufgedreht wegen des Alandes und vernachlässigte daher mein Essen. Zum Essen kam ich auch weiterhin nicht, denn eine meiner Posen ging auf Wanderschaft.

Die Pose zog sehr langsam ab. Ich schlug erst nach einer guten Minute an und merkte massiven Widerstand. Es war ein großer Aal, der in der Dämmerung den halben Tauwurm gefunden hatte. Steven eilte schnell zur Hilfe und konnte den Fisch schnell keschern. Erst im Kescher erkannte ich, dass der Aal noch größer war als vermutet. Sogar so groß, dass er locker meine Bestmarke knacken würde.

Die Schlange maß 78 cm und wog 800 Gramm. Mein neuer PB! Ich kam aus dem staunen kaum wieder raus. Wir machten direkt ein paar Bilder, doch im Dämmerlicht litt leider die Qualität. Daher wiederholten wir das ganze am nächsten Morgen.

Hier das Bild bei Tageslicht vom geilen Fang

Kurz darauf wanderte meine Pose abermals ab. Diesmal war es ein untermaßiger Aal, den ich umgehend wieder ins Wasser entließ. Bis zum nächsten morgen waren die Köder weitestgehend unberührt. Wir wechselten noch zweimal die Köder aus, doch bis auf ein paar Fehlbisse ging nichts mehr an den Aalruten.

08:00 Uhr: Barsche am Morgen

In der Nacht fiel die Temperatur weiter auf 4° C herunter. Das war ein Temperatursturz von 18° C gegenüber des Vortages. Unser Tackle war mit einer feinen Frostschicht überzogen. Wir beköderten die Karpfenruten neu und Wolle brachte die Montagen im dichten Nebelschleier an den alten Stellen wieder aus. Die Ruten sollten allerdings bis zum Mittag still bleiben.

Wolle kämpft sich durch den Nebel

Nachdem Steven um 10:00 Uhr gegangen ist ließen Wolle und ich noch je eine Posenrute mit der Strömung treiben. Wolle erhielt auch prompt Bisse und konnte einen kleinen Barsch landen. Etwa zehn Minuten später hielt er sogar einen 25 cm großen Barsch in Händen.

Ein klasse Barsch von 25 cm

Fazit

Gegen Mittag packten auch wir zusammen. Das war eine unglaubliche Nacht für mich. Ich konnte zwei PB´s knacken und dazu noch meinen ersten Boilie-Fisch fangen. Ich kann es kaum erwarten wieder mit Wolle und Steven eine Nacht am Wasser zu verbringen.

Schaut unbedingt auf meiner Facebookseite https://www.facebook.com/angelninostfriesland/ vorbei! Oder besucht mich bei Instagramm unter gue_angeln

Unsere Truppe: Steven, Wolle mit Mia und ich

Fotogallerie

Anbei nochmal alle Bilder des Angeltages zum Vergrößern:


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