Angeln am Oosterhornkanal (NL) – Angeln im April 2019

Vorwort

Bevor wir in den Bericht starten würde ich mich freuen, wenn ihr auf meiner Facebookseite https://www.facebook.com/angelninostfriesland/ vorbeischaut. Dort seid ihr immer auf dem Laufenden und verpasst niemals einen Bericht. Ihr findet mich auch bei Instragram unter gue_angeln.

Planung und Gewässer

André und meine Wenigkeit haben uns mal wieder zu einer Feedersession nach Holland verabredet. Nach dem obligatorischem Kaffee starteten wir um 9:00 Uhr in Richtung Nachbarland. Die Session sollte bis maximal 14:00 Uhr gehen, da wir beide noch Termine an diesem Tag wahrnehmen mussten.

Unser Zielgewässer war diesmal der Oosterhornkanal bei Delfzijl im Nordosten der Niederlande. Der Kanal gehört zur Hafenanlage des Ortes und wird regelmäßig von großen Schiffen befahren. Daher liegt die Tiefe des gut 100 m breiten Gewässers bei bis zu 10 m. Strömung ist hier kaum vorhanden, allerdings ist es hier durch die unmittelbare Nähe der Nordsee meist sehr windig.

Ein Austerfischer ruht sich in der Hafenanlage aus

Vorbereitung

André und ich haben an diesem Gewässer im vergangenem Jahr an einem freundschaftlichen Wettkampf teilgenommen und haben nicht gut abgeschnitten. Am heutigen Tage wollten wir es besser machen und Fehler von damals vermeiden.

Mein größter Fehler war damals ein zu leichtes Futter. Da der Kanal sehr tief ist, kam mein Futter gar nicht im Korb am Gewässergrund an, sondern entwich schon in der Absinkphase. Daher erhielt ich von André den wertvollen Tipp etwas Gartenerde mit ins Futter zu mischen. Dies erschwert das Futter und dunkelt es zusätzlich noch ab.

Der Ansitz

Aufbau

Um 10:00 Uhr waren wir beide am Wasser. Ich baute meinen Angelstuhl und meine Ruten in der unwegsamen Steinpackung auf. Es kostete mich Nerven und einige Zeit, bis ich überhaupt einen passenden Platz für alles finden konnte.

André hatte diese Probleme nicht, denn er setzte wie gewohnt seine Sitzkiepe ein. Hierzu muss zunächst eine Plattform an das Ufer aufgestellt und gerade ausgerichtet werden. Hierauf platziert André dann seine Sitzkiepe. Die Kiepe an sich dient nicht nur zum sitzen, sondern auch als Behältnis für Tackle. Um alles schnell griffbereit zu haben montiert der erfahrene Friedfischangler neben Ruten- und Kescherhalter auch seine Köderbox an das Konstrukt. Dies ist vor Allem auf Wettkämpfen besonders wichtig um schnell an Fische zu kommen und diese auch schnell in den Setzkescher einzusetzen.

André zieht durch. Genaues Anfüttern will geübt sein

Andrés Futterplatz lag bei ca 60 m. Um für alles gewappnet zu sein legte André einen zweiten Futterplatz auf 40 m an. In der Feederszene werden diese Plätze als „Bahnen“ bezeichnet. André hatte nun quasi je einen Futterplatz an der langen Bahn und einen an der Kurzen. Falls es also auf der langen Bahn nicht so recht laufen sollte konnte er auf die kurze Bahn zurückgreifen.

10:45 Uhr: Die ersten Fische

Nach einer halben Stunde waren dann alle Ruten scharf und die Futterplätze angelegt. Und es dauerte auch nicht all zu lange bis die ersten Bisse kamen. André war es dann, der den ersten Fisch landen konnte. Der erste Fang war eine kleineres Rotauge, welche auf Maden biss. Kurz darauf bekam ich einen richtig guten Biss, doch mitten im vielversprechenden Drill löste sich der Fisch. Als ich den Köder nach dem Einholen kontrollierte musste ich feststellen, dass der Gamakatzu Haken gebrochen war. Dies ist mir bislang bei dem Anbieter noch nicht passiert.

Der erste Fisch des Tages ist ein Rotauge

Ich konnte mich daraufhin auch mit einem mittleren Brassen entschneidern. Auch Andrés Rutenspitze zeigte einen guten Biss an. Der Anhieb kam gut durch und es zeichnete sich ein deutlich größerer Fisch ab. Und in der Tat landete ein 52 cm großer Klodeckel im Kescher.

Ein stattlicher Ü-50 cm Brassen landete im Kescher

11:30 Uhr: Barsche und Güstern

Die Bisse wurden schlagartig weniger. Nur noch vereinzelt zuckte die Feederspitze. Nach einer weiteren kleineren Güster verirrte sich lediglich hin und wieder ein Barsch an die angebotenen Maden. Merkwürdiger Weise bissen die Barsche jedoch nicht auf Wurm, als wir daraufhin die Köder wechselten. Den größten Räuber mit 24 cm konnte André für sich verbuchen.

Auch die Delfzijler Barsche sind Madenliebhaber

12:30 Uhr: Weitere Brassen

Auch an meinem Futterplatz tat sich endlich mal wieder was. Meine Feederrutenspitze bog sich beim Biss ordentlich durch und ich setzte sofort den Anschlag. Der Fisch machte direkt mit Kopfschlägen auf sich Aufmerksam und zeichnete sich somit als Brassen aus. Und wie vermutet wanderte diese Art auch in meinen Kescher. Mit etwas über 40 cm war es mein größer Fang des Tages. Nur einige Minuten später biss der nächste Brassen an selbiger Stelle. Diesmal allerdings ein etwas kleineres Exemplar. Ich hatte jeweils zuvor die Maden in einen Erdbeerdip getunkt. Diese Geheimwaffe bringt mir immer wieder Fisch, wenn es mal etwas schleppend läuft.

Auch ich konnte einige Fische überlisten. Hier ein schöner Brassen

13:00 Uhr: Alande auf der kurzen Bahn

Auf Andrés Futterplatz kamen kaum noch Bisse. Als erfahrener Wettkampfangler hatte André natürlich noch ein Ass im Ärmel: Die kurze Bahn! Er fütterte nochmals einige Körbe nach und fügte immer eine ordentliche Menge Caster hinzu. Das sollte sich auch zügig bezahlt machen. Zunächst landete André ein mittleres Rotauge um unmittelbar danach einen kleinen Aland ans Band zu bekommen. Dass der Oosterhornkanal aber über wesentlich größere Alande enthält wussten wir aus vergangenen Ansitzen.

Fisch im Drill. Ist es der erhoffte Aland?

Zum Ende des Session verwandelte André abermals einen guten Biss. Der Fisch fühlte sich besser an als die beiden Letzten wusste mein Kollege zu berichten. Und tatsächlich zeigte sich ein größerer Aland. Mit 42 cm war er trotz lädiertem Körper ein schöner Abschlussfisch.

Der Aland ist gelandet. Dieser Fisch war reichlich deformiert

Fazit

Der Oosterhornkanal ist durch seine Tiefe kein leicht zu befischendes Gewässer. Daher war ich über meine Ausbeute von vier Brassen, einem Barsch und einem Rotauge eher zufrieden als enttäuscht. André konnte sogar noch mehr Fische vorzeigen als ich. Im Gegensatz zum letzten Ansitz an dem Kanal konnten wir unsere Fangergebnisse beide deutlich steigern.

Mit der Gesamtausbeute waren wir zufrieden.



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