Erfolgreicher Friedfischansitz im Winter – Angeln im Januar/Febraur 2019

Das Wetter war die letzten Wochen typisch für einen Januar. Die Temperaturen bewegten sich sich stets um den Gefrierpunkt. Von -7°C bis +8°C war alles dabei. Zudem regnete oder schneite es sehr häufig.

Feederversuche mit Björn

Björn und ich verabredeten uns einige Male, doch das Wetter spielte uns einige Male böse in die Karten. Die ersten beiden Ansitze mussten wir aufgrund von Eis auf den Gewässern abblasen. Danach war der kalte Regen und der dazu starke Wind schuld. Da blieben wir lieber doch im warmen Zuhause.

Die meisten Kanalabschnitte waren nicht beangelbar

Doch ans Wasser haben wir es dann doch einmal geschafft. Die Sonne strahlte schon den ganzen Tag. Wir starteten mittags und suchten parallel von einander eisfreie Stellen. Während ich in der Auricher Umgebung erfolglos blieb konnte Björn eine eisfreie Stelle im Emder Raum ausmachen.

Leider tat sich bis in die Abenddämmerung kaum etwas an den Ködern. Lediglich einen Biss konnten wir verzeichnen – doch der Fisch hing sicher am Haken und konnte von Björn gekonnt gekeschert werden. Der Brassen war 36 cm lang und biss auf zwei Maden an der Feedermontage.

Der Fang des Tages. EIn Brassen von 36 cm

Erfolgreiches Solofeedern

Die Temperatur kletterte in dieser Woche wieder und das Eis verschwand von den größeren Kanälen. Ich unternahm am 29.01.2019 nochmal einen vorsichtigen Feederversuch am Ems-Jade-Kanal bei Aurich. Der Himmel war glasklar und die Temperatur lag an diesem Nachmittag bei +4°C. Es wehte ein leichter aber kalter Wind, doch im Thermoanzug ließ es sich gut aushalten.

Um 14:15 Uhr waren meine beiden Feederruten ausgebracht. Beide Spots habe ich mit vier Körben dunklem Futter und wenigen Maden und Castern vorgefüttert. Generell halte ich es auch im Winter für wichtig, dass ein wenig Leben am Futterplatz herrscht um die Weißfische anzulocken. Beide Ruten bestückte ich zunächst mit zwei Maden.

Zwei Feederruten waren scharf.

Der erste Biss kam etwa 15 Minuten später – Schneller als gedacht! Der erste Fisch war ein kleines Rotauge, welches sich fort an in meine Köderfischbox einreihte. Kurz darauf folgte ein größeres Rotauge. Beide Fische bissen am selben Futterplatz.

Die Rotaugen waren die ersten Fische am Futterplatz

Nach einigen Minuten stellten sich auch Bisse am zweiten Futterplatz ein. Hier waren es aber Brassen, welche den Madenköder gerne aufnahmen. Die ersten drei Brassen waren relativ klein. Doch den vierte Brassen konnte man schon fast als „Klodeckel“ bezeichnen. Nach dem Anhieb verharrte der Fisch am Boden und es dauerte einige Sekunden bis ich den Fisch heranpumpen konnte. Der Brassen maß 45 cm und wog schätzungsweise zwei Pfund.

Der größte von einigen Brassen heute. 45 cm und ca zwei Pfund

Auch auf dem ersten Futterplatz bissen nun kleinere Brassen auf die Maden. Ich wechselte hier nun auf einen anderen Köder – geschnittene Würmer. Jeweils zwei zappelnde Stückchen kamen an den Haken. Vielleicht ließen sich hiermit ja größere Fische zum Biss überreden? Doch während am zweiten Futterplatz die kleineren Fische munter bissen blieben die Bisse auf Wurm zunächst aus. Nach guten 20 Minuten dann endlich der ersehnte Fisch. Der Drill machte direkt deutlich, dass es sich nicht um einen weiteren Kinderfisch handelte. Was dann im Kescher lag verschlug mir auf den ersten Blick den Atem – Ein gewaltiges Rotauge! Doch auf den zweiten Blick entpuppte sich der Weißfisch als Aland. Dieser maß 35 cm und war meiner Erster seit über einem Jahr.

Ein glücklicher Fang im Winter. Ein Aland von 35 cm

In der ersten Stunde ging es besser ab als ich gedacht hatte. Dafür tat sich in der nächsten Stunde noch kaum etwas. Ich konnte immerhin noch drei Brassen zwischen 30 cm und 40 cm, sowie ein kleines Rotauge überlisten. Insgesamt gingen mir 13 Fische ins Netz und das in gut zwei Stunden! Ich baute daher sehr zurfieden um 16:15 Uhr ab und trat den Heimweg an.

Auch kleinere Exemplare waren heute auf Futtersuche

Die Temperatur war nach dieser erfolgreichen Session wieder gefallen. In zwei weiteren kürzeren Ansitzen an der selbern Stelle konnten wir nicht einen Biss verzeichnen. Ich hatte wohl einen Ausnahmetag erwischt!

Unterschied Aland und Rotauge

Der Unterschied zwischen Aland und Rotauge ist auf den ersten Blick gar nicht so einfach, da je nach Gewässer und Alter der Fische die Färbung variieren kann. Markant für ein Rotauge ist das rötliche Auge – der Aland hat gelbliche Augen. Die Bauch- und Rückenflosse bilden eine gerade Linie, während diese beim Aland versetzt sind. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Schuppenanzahl entlang der Seitenlinie des Fisches. Ein Rotauge hat dort bis zu 48 Schuppen. Ein Aland hat durch die deutlich kleiner Schuppen mindestens 55 entlang der Seitenlinie.

Hier nochmal einige Bilder der Session zum Vergrößern:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s