Gold- und Lachsforellen bei „Toni Forelli“ im Oldenburger Land – Angeln im Januar 2019

Ich warte derzeit noch auf meine Beitragsmarke für das aktuelle Jahr um endlich wieder in meinen Vereinsgewässern angeln zu können. Daher habe ich mich entschieden einen Forellenhof aufzusuchen. Mit Jesse fand ich schnell einen Mitstreiter. Wir entschieden uns für den Forellenhof „Toni Forellis Anglerparadies“. Wir haben beide kaum Erfahrung was die Forellenangelei angeht. Daher waren wir sehr gespannt ob unser Know-How ausreichen würde um einen Fisch ans Band zu bekommen.

Der Forellenhof beherbergt mehrere Teiche mit unterschiedlichem Besatz. Es gibt einen Teich, bei dem man nur das bezahlen muss, was auch gefangen wurde (Kiloteich). Für die restlichen Teiche bezahlt man im Vorraus die zu angelnden Stunden, wobei die Fangmenge unbegrenzt ist. Die einzelnen Teiche unterscheiden sich durch die Fischgrößen und Arten. Wir entschieden uns für den „Teich 2“. Hier hat man die Chance Portions- und kleine Lachsforellen zu fangen. Eine Tageskarte kosten an diesem Teich 35 Euro. Wir erhofften uns hier eher Masse statt klasse. Hier der Link zur Webseite von Toni Forellis Anglerparadies: https://www.toniforelli-anglerparadies-oldenburg.de/index.html

Nachdem ich Jesse um 7:30 Uhr am Sonntag eingesammelt hatte ging es auch schon auf die Reise Richtung Ganderkesee. Das Wetter war bei uns in Ostfriesland schon mies und so leider auch im Oldenburger Land – Nieselregen den ganzen Tag! Wir kamen trotzdem frohen Mutes bei der Anlage an. Der erste Gedanke war: „Wir hätten viel eher aufstehen sollen…“. Die Anlage war bereits sehr gut besucht und an jedem Teich waren bereits dutzende Angler. Platz war also Mangelware und wir sahen uns zunächst um. Die Anlage war sehr gepflegt. Zudem sahen wir, dass viele Fische gefangen wurden. Der Besitzer führte in regelmäßigen Abständen neue Fische in die Teiche ein.

Wir machten uns auf an „Teich 2“. Da die Angler auch hier bereits zahlreich vertreten waren, mussten wir uns mit einem „Eckplatz“ begnügen. Das war alles Andere als optimal, da wir kaum Platz für unsere Montagen hatten. Dennoch brachten wir es irgendwie hin jeweils zwei Montagen im Wasser unter zu bringen. Wir setzten beide zunächst auf eine Posen- und eine Grundmontage.

Unser „Eckplatz“
Viel Platz zum Ausbringen der Montagen blieb nicht

Ich wählte zunächst Maden und Bienenmaden als Hakenköder. Jesse versuchte es mit Bienenmade und Powerbait. Powerbait ist eine Paste in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Der große Vorteil der Paste ist, dass diese den Haken samt Köder auftreiben lässt. So kann man die Höhe des Köders vom Gewässergrund genau festlegen. Was für die Pose der Posenstopper ist, übernimmt beim Powerbait ein Bleischrot am Vorfach.

Diese beiden Sorten von Powerbait haben wir benutzt

Während wir die Montagen noch ausbrachten begann eine kleine Beißphase im Teich. Rund um uns wurden nun Forellen gefangen. Auch Jesse, welcher seinen ersten Köder schon im Wasser hatte, bekam direkt einen Biss. Der Abnhemer war eine kampfstarke Forelle, welche auf eine Bienenmade biss. Wir staunten nicht schlecht, als eine Goldforelle im Kescher lag. Dieser Art hatte Jesse vorher noch nie gefangen. Mit 37 cm hatte sie auch eine schöne Portionsgröße.

Die erste Fang! Jesses erste Goldforelle – 37 cm

Info: Eine Goldforelle im Forellenhof ist eine gezüchtete Form der Regenbogenforelle. Die „originale“ Goldforelle ist in Nordamerika heimisch und weist eine andere Musterung auf.

Eine originale Goldforelle aus Kalifornien! Quelle:Wikipedia

Etwa eine Stunde später und nach einigen Fehlbissen war es wieder Jesse, der eine Forelle im Drill hatte. Diese lieferte einen besseren Kampf, konnte aber gekonnt gekeschert werden. Wieder war es eine Goldforelle und mit 40 cm sogar noch etwas größer als ihr Vorgänger.

Jesses Drill im Video
Jesse konnte sich mit dieser 40er Goldforelle noch steigern

Ich hatte bis dato nur einen mikrigen Biss. Ich versuchte es nun auch mit Powerbait. Während Jesse eine rötliche Paste benutzte wählte ich eine neongelbe. Ich bot die Paste mit einer Bienenmade 60 cm über dem Gewässergrund an. Aber über eine Stunde tat sich nichts. Auch unsere Angelnachbarn hatten kaum Kontakt. Dann schlug endlich meine Rutenspitze aus und ich befand mich in meinem ersten Drill. Die Forelle gab ordentlich Gas. Ich hatte ganz vergessen wie kampfstark diese Fische sind. Nach einigen Fluchten konnten wir den Fisch dennoch landen. Auch hier war es eine Goldforelle und auch hier war es meine Erste überhaupt! Der schöne Salmonide maß 38 cm

Auch konnte mich endlich entschneidern – Goldforelle 38 cm

Das Angeln gestaltete sich den ganzen Vormittag als sehr schwierig, da immer wieder neue Angler an den schon ziemlich vollbesetzten Teich kamen. Die Hotspots waren für uns dadurch nicht zu erreichen. Dieser Zustand änderte sich aber, als am Mittag alle Besitzer einer Halbtageskarte den Teich verließen. Endlich konnten wir uns freier entfalten. Wir wechselten an die andere Seite des Teiches, wo wir nun mehr Platz zum Fischen hatten.

Direkt nach dem Aufbau meiner ersten Rute bekam ich auch schon einen Biss. Leider schlitzte der Fisch nach einigen Sekunden wieder aus. Der Ärger um den verlorenen Fisch dauerte aber nicht lange an, denn 30 Minuten später gab es den nächsten Biss – und der gab richtig Gas. Es dauerte über eine Minuten bis ich den Fisch am leichten Angelgerät überhaupt zu Gesicht bekam. Es war eine Lachsforelle, welche immer noch ordentlich Alarm macht. Die Bremse schreite einige Male auf, doch am Ende konnte Jesse den Fisch endlich keschern. Was für ein klasse Drill! Die Lachsforelle hatte ein Gewicht von 1,5 kg und maß 52 cm und war damit mein neuer Forellen-Bestwert!

Meine PB Forelle! Regenbogenforelle 52 cm

Wenig später bauten auch wir alles ab. Das ekelige Wetter wurde noch unbequemer. Jeder von uns konnte zwei Forellen fangen und dazu noch jeder eine neue Art bzw. einen PB.

Tipps: Samstags und Sonntags ist sehr viel los in Forellenhöfen. Daher empfehle ich so einen Ausflug unter der Woche zu unternehmen. Dann habt ihr meist viel mehr Platz eure Montagen auszubringen oder den zu beangelnden Teich aktiv mit der Spinnrute zu befischen

Hier einige Bilder des Tages zum anklicken:


Ein Gedanke zu “Gold- und Lachsforellen bei „Toni Forelli“ im Oldenburger Land – Angeln im Januar 2019

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