Ein verkorkster Urlaub – Angeln im November 2018

Wie der Überschrift zu entnehmen ist war mein Urlaub angeltechnisch ein Reinfall. Ich habe mir eine Woche freigenommen um einige lang geplante Angeltouren auf Raubfisch zu absolvieren. Die Vorfreude war enorm und ich war fast jeden Tag einige Stunden am Wasser. Leider waren meine Fangergebnisse miserabel. Um genau zu sein habe ich das Kunststück hinbekommen die komplette Woche zu schneidern.

Am Dienstag ging es mit Jesse für drei Stunden nachmittags an die Harle. Das Wetter war wechselhaft. Teilweise schauerte es, teilweise schien die Sonne. Wir beide hatten zwar Fischkontakt, doch wir konnten keinen Fisch zum Landgang überreden.

Harle November
Harle bei Wittmund

Am Mittwoch ging es mit meinem Angelkollegen Stephan auf Tour. Das Wetter war im Gegensatz zum Vortag komplett umgeschlagen. Der Himmel war nahezu wolkenlos und die Sonne schien ihr Bestes. Auch der Luftdruck war enorm gestiegen. Nichtsdestotrotz holte ich Stephan um 13:00 Uhr ab und wir fuhren ans Rorichumer Tief. Der Gewässerabschnitt sah vielversprechend aus. Stephan startete wie gewohnt mit Gummifisch. Ich setzte zunächst auf Hardbaits wie Spinner und Wobbler. Nach guten drei Stunden konnten wir noch keinen Fischkontakt verzeichnen. Wir fuhren ein kleines Stück den Kanal zurück und angelten bis in den Sonnenuntergang hinein. Stephan hatte noch Glück und konnte zumindest einen kleinen Zander auf Gummifisch überlisten.

Zander Stephan
Kleiner Zetti aus dem Rorichumer Tief

Donnerstag hieß es früh aufstehen. André und ich machten uns auf Holland um den Hechten nachzustellen. Diesmal ließen wir die Spinnruten zu Hause und setzten voll auf Köderfisch.

Montage Stint
Meine Stint-Montage für Hecht

Direkt am ersten Spot konnte André auch den ersten Hecht landen. Gebissen hatte der Esox vier Meter vom Ufer entfernt. Köder war ein Stint.

Andre Hecht 65
Andrés Hecht – ca. 65 cm

Nach guten 45 Minuten fuhren wir zum nächsten Spot – einem Kanalabschitt. Hier tat sich bis auf einen vorsichtigen Biss auf einer meiner Montagen nichts. Auch in einem kleinen Hafen wollte kein Räuber beißen. Unterwegs trafen wir noch einige Angler, welche auch kaum Fischkontakt vorweisen konnten. Der Luftdruck war noch weiter gestiegen und die Sonne schien sehr grell. Auch am letzten Spot lief gegen mittag nichts. Wir befischten eine Brücke nahe eines Dreisprungs. Mit Hilfe der Segelposen ließen wir den Köderfisch an den Brückenmauern entlang treiben. Da auch hier nichts zu holen war packten wir gegen frühen Nachmittag ein.

Brücke Holland
An dieser Brücke kamen die Segelposen zum Einsatz

Ich hatte mir sehr große Hoffnungen gemacht einen Hecht in Holland zu überlisten. Zumal André nur eine Woche zuvor viele Hechte dort fangen konnte. Der Urlaub war bis hierhin nun schon mies gelaufen.

Am Samstag ging es nochmals auf eine Spinntour mit Björn und Torben. Wir steuerten zunächst das Trecktief an. Schon am ersten Spot konnte Torben einen Barsch auf einen Wobbler fangen. Wir machten danach knapp eine Stunde Strecke, doch mehr Kontakt sollten wir hier nicht bekommen.

Torben Barsch
Torben mit dem ersten Fang des Tages

Auch am nächsten Spot in Emden konnten wir bis auf ein paar Anfasser nichts vorweisen. Nach eingehender Diskussion entschieden wir uns nochmal ans Knockster Tief zu fahren. Hier trafen wir auch auf Keno, der sich unserer Gruppe anschloss. Schon nach wenigen Würfen hatten wir die ersten zaghaften Kontakte. Doch erst eine gute halbe Stunde später blieb der erste Fisch hängen. Björn war es, der einen tollen Zander im Drill hatte. Schnell hatte ich den Kescher zur Hand und hievte den Fisch an Land. Der schöne Zander maß 66 cm und war damit Björns PB. Der Zander biss übrigens auf einen 7 cm langen Gummifisch.

Björn Zander 2
Björn präsentiert seinen PB Zander: 66 cm

Nach diesem tollen Fang hatten wir keinen Kontakt mehr. Mit Anbruch der Dämmerung machten wir uns auf den Heimweg.

Heute früh versuchte ich ein letztes Mal mein Glück für diese Woche. Zwei Stunden warf ich meine Köder am Ems-Jade-Kanal aus. Nicht ein Biss. Es war allerdings auch so kalt, dass mir die Rutenringe alle paar Minuten einfroren.

Frost Rute
Gefrorene Rutenringe

Ich hatte mich riesig auf meine „Angelwoche“ gefreut und mir Hoffnungen gemacht, den einen oder anderen Räuber ans Band zu bekommen. Leider kam es nun komplett anders. Falsches Wetter, hoher Luftdruck, falsche Köderwahl, falsche Gewässer, falsche Uhrzeit und eigenes Unvermögen trugen zu diesem Fiasko bei. Einige meiner Angelkollegen wie Valle oder Wolle konnten Zander und Hechte fangen. Mir war dies leider nicht vergönnt. Nun muss ich erstmal wieder Motivation tanken…und wieder arbeiten gehen….

Ich hoffe ihr hattet zumindest mehr Erfolg.

2 Gedanken zu “Ein verkorkster Urlaub – Angeln im November 2018

  1. Hi Stegattack, ich dachte schon immer, dass es nur mir so ergeht. Hatte die letzten Male in Ostfriesland und auch Holland immer nur Schneidertage. Die Landschaft und die Grachten samt Kanäle sahen zwar mehr als zum anbeißen aus, aber leider ist der erhoffte Fisch immer ausgeblieben. Befischt du pauschal „alle“ Abschnitte oder fährst du nur gezielt „HotSpots“ wie z.B. Brücken und Co, an? Würde gerne nochmal eine Runde los, nur meine Motivation ist – so wie bei dir.- aktuell recht im Keller… 🙂

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    1. Moinsen. Ich fahre sowohl Hotspots als auch Kanalabschnitte an. Ich weiß auch dass dort Fische sind. Aber beißen wollen sie nicht immer. Eine Lösung habe ich bislang nicht finden können. Demotiviert bin ich nur ein paar Tage. Ich greife diese Woche wieder an. Man muss allerdings sagen, dass ich das ganze Jahr über nicht gut gefangen habe.

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