Rapfen beim Allround-Ansitz – Angeln im September 2018

Bevor ich zum Bericht komme möchte ich euch auf meine Facebookseite https://www.facebook.com/angelninostfriesland/ einladen! Hier werden neben meinen Berichten auch Bilder und Sidestories gepostet. Zudem habt ihr hier die Möglichkeit mit mir Kontakt aufzunehmen. Über einen Besuch würde ich mich sehr freuen.

Nun zum Bericht: Vergangene Woche habe ich mich mit Wossi verabredet. Wir beide kennen uns schon fast zwei Jahre durch eine gemeinsame Whattsapp-Gruppe. Allerdings war ein Treffen nicht zustande gekommen, da Wossi bis vor Kurzem in Bayreuth wohnhaft war. Nun hat er Ostfriesland zu seiner Wahlheimat erklärt und geht hier einer beruflichen Beschäftigung nach.

Den Tipp für die zu beangelnde Stelle erhielt ich von meinem Kollegen Valle. Auf Google Earth sah der Spot vielversprechend aus, so dass ich dem Rat von Valle folgte. Bei jeder Google-Spotsuche ist es trotzdem sinnvoll sich selber einen Überblick zu verschaffen. Dies tat ich im Vorfeld auch und ich war zufrieden mit der Wahl. Der Kanal war hier recht breit und zu zweit war genug Platz am Ufer sowie auch für mehrere Montagen im Wasser. Um 14:00 Uhr trafen wir beide dann am Spot ein.

Himmel
Die Sonne überwog bei wechselndem Wetterspiel

Wossis großes Ziel ist es seinen ersten Zander zu fangen. Der erfahrene Angler hat in seiner bayrischen Heimat schon einige auch bei uns heimische Arten wie Hecht und Aal gefangen, doch auch Döbel, Quappen oder wilde Forelle konnte er bereits erfolgreich überlisten. Eine geschlagene Woche war er bereits mit befreundeten Anglern unterwegs, doch während diese den Stachelritter erwischen konnten, blieb Wossi Zander-Schneider. Auch heute setzte er wieder zwei Ruten mit Köderfisch raus. Ich konzentrierte mich aufs Feedern. Dies mache ich unheimlich gerne bei für mich neuen Gewässern, um zunächst den Weißfischbestand zu ermitteln. Als Futter kam bei mir ein heller Mix mit etwas Erdbeerkonzentrat zum Einsatz. Ich legte einen Futterplatz am gegenüberliegenden Ufer und den anderen mittig des Kanales an.

Nach einer guten halben Stunde tat sich auf meinen beiden Futterplätzen nichts. Ich hatte die große Befürchtung, dass ich etwas zu viel von dem Konzetrat beigemischt hatte, denn der Duft war im Umkreis von einem Meter noch zu riechen. Aber dann kamen die ersten Zupfer. Kurz darauf blieb auch der erste Fisch hängen. Es handelte sich um ein kleines Rotauge. Die Fische schienen sich nun zumindest am ufernahen Futterplatz eingefunden zu haben, denn regelmäßige Bisse stellten sich ein. Einige kleine Weißfische und Barsche fanden den Weg ans Ufer. Alle kleinen Fische schlugen wir ab und sollten zukünftig als Köfis verwendung finden.

Rotfeder Köfi
Eine kleine Rotfeder, ein guter Köderfisch

Nun kamen auch die Bisse am mittigen Futterplatz. Im ersten Drill schien sich wieder ein kleiner Fisch zu befinden, doch plötzlich gab das Fischlein Gas und das Vorfach riss mittig ab. Oder eher gesagt etwas hat das 60 cm Vorfach in der Mitte durchgebissen. Ich vermutete, dass sich ein Räuber nahe des Futterplatzes aufhielt und sich den gehakten Fisch einverleibte. Mit neuer Montage beangelteich den Spot jedoch weiter und konnte hier in der etwas tieferen Gewässermitte meine ersten Güstern und Brassen überlisten.

Wossi und Gü
Wossi und ich hatten Spaß

Als es direkt vor unseren Füßen raubte war meine Neugierde endgültig gepackt. Ich schnappte mir meine Spinnrute und montierte einen silbernen 2er Mepps am Stahlvorfach. Den Spinner brachte ich beim ersten Wurf bewusst zunächst ans gegenüberliegende Ufer um von dort aus langsam eine Bahn zu fischen. Der Köder landete auf der Oberfläche und ich konnte keine volle Kurbelumdrehung machen, da wurde dieser schon attackiert. Erster Wurf – Erster Drill – Wahnsinn. Ich vermutete einen mittleren Hecht, doch als sich der Fisch unserem Ufer näherte kamen mir Zweifel. Der Fisch unternahm unermüdlich fluchten, doch die Bremse löste kaum aus. Die ersten Silhouetten deuteten auf einen schlanken Fisch hin und das Flossenkleid wirkte sehr hell im trüben Wasser. Von Barsch, Aland, Rapfen oder quergehaktem Brassen ging mir alles durch den Kopf. Als Wossi den Räuber erst in den Kescher und dann an Land brachte konnten wir die Art etwas eingrenzen. Es war ein Aland oder Rapfen, welcher den Spinner voll inhaliert hatte. Bei näherer Betrachtung schied der Aland als Abnehmer aus. Der torpedeohafte Körper und das große Maul ließ auf einen Rapfen schließen. Auch die Auswertung der Bilder ließ bei 65 Schuppen entlang der Seitenlinie keine Fragen offen. Natürlich war das mein erster Rapfen überhaupt und ich war stolz wie Bolle einen hier recht seltenen Fisch gefangen zu haben. Mit 41 cm war dieser Bursche sogar maßig.

Rapfen neu1
Mein erster Rapfen, 41 cm auf Spinner

 

Rapfen Kescher
Der torpedohafte Rapfen im Profil

Nun war auch Wossi gehyped und griff ebenfalls zur Spinnrute. Schon beim zweiten Wurf gab es eine Attacke. Beim dritten Wurf hing bereits ein guter Fisch, doch dieser schlitze nach kurzem Drill wieder aus. Der unermüdliche Bayer wechselte nun auf einen kleineren weißen Gummitwister und konnte prompt seinen ersten Räuber des Tages überlisten. Es war ein toller Flussbarsch von 28 cm. Daraufhin sollte es keinen Fischkontakt mehr auf Kunstköder bei uns geben.

Wossi barsch
28 cm Flussbarsch, Fänger Wossi

Ich konzentrierte mich derweil wieder auf die Friedfischangelei. Handlange Rotaugen, Güstern, Brassen und Barsche waren meine Hauptausbeute. Auf eine augebrachte Grundmontage, welche ich mit Wurm beköderte tat sich kaum etwas. Zum Ende des Session blieb zumindest eine kleine Rotfeder am Haken hängen.

Beim Abbau bekamen wir noch Besuch von Alessandro, welcher meinem Blog schon seit einigen Jahren folgt. Wir haben bereits länger Kontakt, doch gesehen haben wir uns noch nie. Wir fachsimpelten noch eine gute halbe Stunde bevor ich endgültig die Heimreise nach Aurich antrat.

Hier nochmal einige Bilder zum vergrößern:

 

2 Gedanken zu “Rapfen beim Allround-Ansitz – Angeln im September 2018

  1. Pingback: Infos, Kollegen, Bilder – der Jahresrückblick 2018 | Angeln in Ostfriesland

  2. Pingback: Mit dem Spinner auf Sommer-Räuber – Angeln im Juli 2019 – Angeln in Ostfriesland

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