Experimente am Fehntjer Tief – Angeln im September 2018

Andrè und ich haben uns vorgenommen am vergangenem Freitag einen Ansitz auf Zander zu unternehmen. Bei einem Kaffee bei André in der Vorwoche haben wir uns darauf verständigt ein paar Experimente mit Köderfischen zu wagen.  Vor Allem ging es uns um die Frage, ob man Zander nicht auch durch das Anlegen von Futterplätzen zum Köder locken kann. Wir hatten viele Ideen zu Lockmitteln und Montagen. So haben wir uns dazu entschlossen einige Angeln mit großen Futterkörben zu versehen. Als Lockmittelversuche einigten wir uns auf Katzen- und Hundefutter, Blutmehl und Fischhack.

Am frühen Abend des Vortages machte ich mich daran Köderfische zu stippen. Meine neue Stipprute, welche ich André abgekauft hatte, sollte gebührend eingeweiht werden. Zielgewässer war der Sauteler Kanal. Ich konnte dort binnen kürzester Zeit an die 30 fingerlange Köfis fangen. Einen kleinen Bericht dazu findet ihr auf meiner Facebookseite https://www.facebook.com/angelninostfriesland. Schaut doch mal vorbei!

Köfis
Kleine Köderfische aus dem Sauteler Kanal

Um 17:30 Uhr traf ich am Freitag bei André ein. Wie immer gab es einen leckeren Kaffee zur Begrüßung. Nachdem wir noch ein paar Feinheiten besprochen und uns auf das zu beangelnde Gewässer geeinigt hatten fuhren wir los. Unser Ziel war das Fehntjer Tief!

Da wir mit Wind und Regen rechnen mussten, entschieden wir uns für einen Spot mit Bäumen und Büschen. Der Wind kam von hinten, so dass das Blattwerk den meisten Zug bremste. Zusätzlich spannten wir unserer Schirma auf um uns und das Gerät bei Regen trocken zu halten. Die erste Rute die zu Wasser ging, war wieder einmal meine Stippe, doch mit frischen Köderfischen sollte es nicht klappen. So mussten wir auf die Köfis des Vortages zurückgreifen.

Noch bevor wir unsere Montagen herrichteten, bemerkten wir dass die Räuber schon aktiv waren. Kurzerhand schnappte ich mir meine Spinnrute und stattete diese mit meinem Erfolgsköder aus: dem 3er Mepps Aglia in Silber. Schon nach dem dritten Wurf knallte es. Der Köder hatte gerade die Wasseroberfläche berührt, da wurde er auch schon verschlungen. Nach einem schönen Drill konnte ich den Fisch keschern. Somit war auch mein neuer Kescher mit gummierten Netz endlich eingweiht. Der Fisch enpuppte sich als schlanker Hecht von 58 cm. So konnte die Session doch beginnen ;).

Hecht58
58er Hecht, Köder 3er Mepps

In der Dämmerung waren alle Ruten ausgebracht. Ich fischte zwe Ruten mit einem ganzen Rotauge und eine Rute mit einem Schwanzende eines Rotauges. Um die Lockwirkung des halben Fisches zu erhöhen, fütterte ich ein paar Eingweide des Rotauges in einem Futterkorb mit an. André brachte zwei Köfi-Ruten aus und eine mit Wurm. An der Wurmmontage brachte er einen Futterkorb mit Blutmehlmischung an.

Es tat sich sehr lange nichts. Hin und wieder wackelten die Posen oder Andrés Knicklicht-Bissanzeiger schlugen kurz aus. Hängen bleiben wollte zunächst kein Fisch. In der Ferne sahen wir ein Gewitter am Horizont entlang ziehen. Es blitzte gewaltig und wir hofften inständig vom Wettergott verschont zu bleiben. Das Gewitter blieb auch fern, doch der Regen blieb unserer stetiger Begleiter. Um uns etwas aufzuwärmen aßen wir erstmal deftig.

FehntjerTiefnacht
Fehntjer Tief bei Nacht

Ein heftiger Run auf meiner Fischfetzenmontage zwang mich das Essen aus der Hand zu legen. Ich wartete noch kurz bevor ich anschlug um dem Fisch Zeit zum verschlingen zu geben. Leider ging der Anhieb ins Leere. Der Köfi sah ziemlich maltretiert aus, doch ich tauschte ihn nicht aus. Ich füllte noch ein paar Fischfetzen in den Korb nach und warf die Montage wieder aus.

Erst um 23:30 Uhr gab es nach einigen „Anfassern“ wieder den ersten richtigen Biss. Diesmal zog eine von Andrés Posen, welche direkt vor unseren Füßen plaziert war, gemächlich ab. André sagte sofort, dass es sich um eine Brasse handeln musste, da es sich um einen Hebebiss handelte. Ich war zunächst skeptisch, doch mein werter Kollege sollte recht behalten. Eine gut 40 cm lange Brasse landete im Kescher. Somit waren wir beide entschneidert.

AndreBrasse40
40er Brasse, Fänger André auf Wurm

Der Wind zog allmählich an und die Bisse blieben weitestgehend aus. Daher entschlossen wir uns um 01:00 Uhr dazu die Angeln einzupacken. Natürlich bauten wir zunächst ganz in Ruhe unser Lager ab, verstauten überflüssiges Tackle in den Taschen und räumten auf bevor wir zu guter letzt die Ruten einholten. Ich trödel gerne etwas länger, da ja immernoch was beißen kann. Und so war es dann auch. Ich war auf dem Weg um die letzte meiner Ruten abzubauen, da schlug der Pieper auch schon Alarm. Ich haute direkt an, doch es gab keinen Widerstand. Kurz vorm Ufer zappelte dann doch etwas am Haken. Ein Aal hatte sich den Rotaugenfetzen der „Futterkorbmontage“ einverleibt. Nur Schade, dass der Aal das Mindestmaß um wenige Zentimerter verfehlt hat. So durfte er wieder in sein Element.

GüAal40
40er Aal, gefangen auf Fischfetzen

So ging ein schöner aber relativ erfolgloser Ansitz zu Ende. Wir beide geben aber nicht auf und werden bald einen neuen Versuch starten.

Hier noch mal die Bilder zum vergrößern:

 

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