Faule Hechte und gierige Barsche – Angeln im Juli 2018

Meine letzen Ansitze galten allesamt den Weißfischen. Ich habe mich mit ein paar Angelkollegen zu einem freundschaftlichen Wettkampf in Holland verabredet. André und ich nutzten zuvor das gute Wetter um ein paar Testansitze zu machen. Zu einem haben wir ein kleines Video gedreht:

 

Der Wettkampf an sich verlief durchwachsen. Unmittelbar vor dem Wettkampf wurde das zu befischende Gewässer auf Grund von Verkrautung gewechselt, so dass viele Teilnehmer Tackle- und Futtertechnisch nicht passend ausgerüstet waren. Zwar konnte jeder ein paar Fische fangen, doch keiner war am Ende richtig zufrieden mit der Gesamtausbeute. Den ersten Platz schnappte sich mein „Feederteam Ostfriesland“ Kollege Johann mit zwei Prachtalanden, welche beide ein Gewicht von je vier Pfund auf die Waage brachten. Ich konnte den sechsten Platz von insgesamt acht Teilnehmern belegen, womit ich eigentlich ganz zufrieden war. Tatsächlich waren es nur wenige Gramm Unterschied von Platz sieben bis Platz drei. Mir hat es auf jeden Fall viel Spaß bereitet und ich bedanke mich nochmals für die Einladung.

Ab zu den Räubern…

Jesse mit einem schönen Flussbarsch

Nach der vielen Weißfischangelei hat mich du Lust gepackt, die Feederrute mal wieder mit der Spinnrute zu tauschen. Unter der Woche konnte ich bereits im Beisein von Keno und Stephan meine ersten Fänge am Fehntjer Tief verzeichnen. Zwar wollten die großen Räuber wie Hecht und Zander nicht beißen, aber dafür die Barsche. Wir drei konnten nach gut einer Stunde einige Barsche bis 25 cm verhaften.

Mit Jesse ging es am Freitagnachmittag für zwei Stunden an die Harle. Auch hier zeigten sich die Barsche in beißlaune und Jesse räumte ordentlich ab. Sein kleiner Spinnerbait brachte Barsch um Barsch, so dass er es sich nicht nehmen ließ einige größere Exemplare für ein feines Essen zu entnehmen.

Hecht und Barsch

Heute früh verabredete ich mich wieder mit Raubfischangler Stephan, sowie Dennis aus Emden. Um 7:30 Uhr befanden wir uns am ersten Spot: ein gut 20 m breiter und sehr flacher Kanal. ich fischte zunächst mit einem Spinner, Dennis mit kleinen Gummis und Stephan mit größeren Gummifischen. All zu lange musste ich nicht auf den ersten Kontakt warten. Ein Hecht schnappte nach meinem 3er Mepps, aber verfehlte ihn knapp. Die nächsten 20 Würfe blieben erfolglos und so nahm sich Stephan ein Herz und warf seinen Gummifisch an den Spot. Schon nach wenigen Kurbelumdrehungen hing der Hecht. Nach kurzem Drill fand sich ein 63 cm großer Esox im Kescher wieder.

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Der erste Hecht des Tages! 62 cm / Fänger Stephan

Zwar biss an diesem Spot kein weiterer Räuber mehr an, doch einen kuriosen Fang konnte Stephan noch verzeichnen. Als er seinen Köder einkurbelte, bemerkte er leichten Widerstand. Was zunächst als Kraut vermutet wurde entpuppte sich als rosa Angelschur. Von der Neugier und Naturbewusstsein gepackt wickelte er das Band auf und zum Vorschein kamen zwei Laufbleie und zwei Zwillingshaken, sowie eine weitere Angelsehne. Auch diese wickelte er auf und bemerkte einen ordentlichen Widerstand. Zum Vorschein kam diesmal eine intakte Angelrute der Marke Cormoran. Diese muss wohl jemand vor Kurzem ins Wasser geworfen haben, da die Haken noch blitzscharf und rostfrei waren. Verrückt oder?

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Die erste Angel des Tages! 290 cm/ Fänger Stephan

Auf zum nächsten Spot

Da in dem flachen Kanal nichts mehr lief, fuhren wir zum nächsten Spot. Es war mittlerweile 10 Uhr und die Sonne knallte bereits ordentlich. Wir steuerten einen Bereich an, wo wir mehrere Kanäle zu Fuß erreichen konnten. Gleich im ersten Kanal konnte ich meinen ersten Fang verbuchen: Ein Barsch von 24 cm, welcher auf einen kleinen Gummifisch biss. Auch bei Dennis fingen die Barsche an zu beißen und so konnte auch er sich entschneidern. Während ich einen Barsch nach dem Anderen aus dem Kanal lotste rief Stephan laut: Fisch! Diesmal war ein wesentlich größerer Hecht im Drill, doch nach einigen Schüttlern befreite sich dieser wieder vom Haken. Die Trauer dauerte aber nicht lange an, denn nur 15 Minuten später hing ein ähnlich großer Esox am Gummiköder. Auch dieser Räuber befreite sich kurz vorm Ufer, doch ein zweiter Hecht war zur Stelle und packte zu. Diesmal saß der Haken besser und ein 69er Hecht landete im Kescher. Ein schöner Abschlußfisch für Stephan, welcher kurz darauf die Heimreise antrat.

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Stephan mit seinem „Fast-70er“ Esox.

Dennis und ich wechselten darauf hin nochmal das Gewässer, doch bis auf drei weitere Barsche konnten wir keinen Fisch mehr landen. Um 13:30 Uhr packten auch wir unsere Sachen. Die stetig heißen Temperaturen kommen bei den Großräubern nicht so gut an. Bessere Erfolgschancen rechne ich mir eher in den ganz frühen Morgenstunden und in den Abendstunden aus. Auch in den nächsten Wochen verusche ich weiter den Räubern nachzustellen. Bis dahin euch viel erfolg am Wasser!

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Dennis präsentiert seinen 23er Barsch. Köder war ein grüner Minijig

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