Sturm auf Juist – Angeln im Mai 2018

Am Mittwoch dem 16. Mai war es endlich soweit: die drei Jahre alte „500 Besucher Aktion“, welche Jens damals durch eine Losziehung gewonnen hatte, wurde wahr.

Hafen Juist
Ankunftsselfie auf Juist

Jens, welche unter der Woche auf Juist als Maler arbeitet, lud mich zum Brandungsangeln nach Juist ein. Mehr knapp als pünktlich traf ich am Fähranleger in Norddeich ein. Nichts desto trotz stand ich bei Abfahrt um 9:00 Uhr an Deck. Nach gut 1,5 Stunden Fahrt erwartete mich Jens bereits am Juister Hafen.

Nach mich Jens einquartiert hatte und mir ein Fahrrad zur Verfügung stellte sah ich mich auf der Insel um. Bis auf Feuerwehr und Sanitätsdienst dürfen keine Autos auf dieser Insel fahren.  Fahrräder, GoKarts und Kutschen werden hier zur Fortbewegung genutzt. Während auf der Südseite der Insel das Watt zu finden ist, besteht der Nordstrand aus feinem weißen Sand. Es war bereits mittags sehr windig, so dass ein regelrechter Sandsturm am Strand herrschte und der Wellengang recht hoch war.

Watt
Im Watt auf der Südseite werden die Wattwürmer gegraben

Da die Ebbe um 19 Uhr ihren Zenit erreichte, begaben wir uns um 16:30 Uhr auf Wattwurmsuche. Nach einer guten Stunde war der Eimer ordentlich gefüllt. Nach dem wir die Ruten und das ganze Zubehör bei Jens in einen Fahrradanhänger luden, ging es auch schon los zu unserem Spot. Jens erspähte schnell einen Priel, an dem wir bei Hochwasser angeln würden. Doch zunächst ging es bei Niedrigwasser bis an das Meer, wo wir die Ruten auswarfen. Der Wind war mittlerweile zum Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Km/h geworden, was die Bissanzeige an den Rutenspitzen unmöglich machte. Angler in unserer Nähe kamen und gingen, doch wir blieben standhaft.

jens wurf
Jens beim ersten Auswerfen

Die Flut setzte nun unerbittlich ein und wir wichen immer wieder um diverse Meter zurück um nicht von Wasser erfasst zu werden. Durch den anlandigen Sturm kam das Wasser ziemlich schnell auf uns zu. Bei einer Rückweichaktion bemerkte ich einen leichten Widerstand in der Rute. Der erste Fisch des Tages war gelandet: Eine Flunder von gut 25 cm. Der Haken war sehr tief geschluckt, so dass ich den Fisch entnehmen musste.

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Der Fang des Tages – eine 25er Flunder

Es war mittlerweile 22 Uhr und der Wind ließ nicht nach. Die Gischt war zum Teilen Hüfthoch, so dass wir unser Tackle mit unter im Schaum suchen mussten. Zudem konnten wir nichts außerhalb des Fahrradanhängers lassen, da es uns sonst weggeflogen wäre. Mit Einbruch der Dunkelheit gaben auch wir schließlich auf. Der Anhänger konnte nur mit enormen Kraftaufwand durch die sich nun gebildeten Dünen auf dem Strand gezogen werden. Wir waren sichtlich froh wieder in unserer Unterkunft zu sein. Nach einer einstündigen Säuberung des Materials fiel ich erschöpft ins Bett.

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Abenddämmerung auf der Nordseite von Just

Am kommenden Tag fuhr die Fähre um 11:30 Uhr wieder Richtung Norddeich ab. Ich werde definitiv wieder kommen. Hoffentlich wird das Wetter dann deutlich besser.

Ein Gedanke zu “Sturm auf Juist – Angeln im Mai 2018

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