Heringe im Banter See – Angeln im April 2018

Ich konnte endlich eines meiner schon länger anvisierten Vorhaben in die Tat umsetzen. Es sollte auf Hering gehen…und zwar an einem Binnengewässer. Jesse und ich haben seit Wochen die Aktivitäten am See im Auge behalten um den richtigen Zeitpunkt für die Angelei dort zu erwischen. Die große Heringsschwärme ziehen nämlich nur für ein paar Wochen im Frühjahr an die Küsten um dort zu laichen. Dieser Zeitpunkt war nun gekommen und wir machten uns am Nachmittag auf nach Wilhelmshaven zum Banter See.

Der Banter See war bis zur Aufschüttung des Grodendamms im Jahre 1948 ein Teil des Großhafens von Wilhelmshaven. Durch die Abschottung vom Hafen verändert sich seitdem das zunächst salzhaltige Meereswasser immer mehr zum Süßwasser. Diese Mischung aus Salz- und Süßwasser wird Brackwasser genannt. Neben den damals eingeschlossenen Meeresfischen wie Schollen und Heringen kommen nun auch Süßwasserfische wie Zander, Barsche und diverse Friedfischarten vor. Sogar Forellen werden jährlich vom betreibenden Verein ausgesetzt. Eine Tageskarte des Sportfischereivereines Wilhelmshaven e.V. ist für 10 Euro käuflich zu erwerben.

Um 16:00 Uhr kamen Jesse und ich am See an. Es war der wärmste Tag des Jahres mit 27° C .Die Rutenanzahl war auf drei Angeln beschränkt, so dass wir zwei Posenmontagen, sowie eine Grundmontage fischten. Als Köder kamen bei uns Maden zum Einsatz. Die Grundruten fischten wir mit Wurm und Forellenpaste, da wir auf eine Forelle als Beifang hofften. Der erste Spot war durch den anliegenden Parkplatz leicht zugänglich. Dies schien eine sehr beliebte Angelstelle zu sein, da man schon überall Schuppen von Heringen auf dem Boden sehen konnte. Das Wasser war glasklar, so dass wir Krebse und Kleinfische auf dem gut fünf Meter tiefen Gewässergrund erkennen konnten. Leider blieben die Bisse für die kommende Stunde aus. Zudem wurden wir im Minutentakt von Leuten angesprochen und 20 Meter neben uns kühlten sich Jugendliche mit Sprüngen ins Wasser ab. Nach einen Rat von einem netten Mann, entschlossen wir uns zu einem Stellenwechsel.

Zweiter Spot
Der zweite Spot des Tages – auch hier ging nicht viel

Am zweiten Spot, einer Kaimauer, waren bereits einige Angler. Hier war noch genügend Platz für uns und wir warfen die Ruten wieder aus. Auch hier blieben die Bisse überwiegend aus. Lediglich Jesse konnte einen Drei-stacheligen Stichling auf Made fangen. Ein weiterer Angler konnte sogar eine schöne Regenbogenforelle überlisten.

dreistacheliger Stichling
Ein drei-stacheliger Stichling

Da die Zeit knapp wurde wechselten wir um 19:00 Uhr nochmals die Stelle, so dass wir wieder am ersten Spot halt machten. Ein weiterer Angler hatte die Stelle in der Zwischenzeit für sich entdeckt und fing bereits Fisch um Fisch. Die Heringe waren endlich da! In Null-Komma-Nichts warfen wir unsere Ruten aus. Im klaren Wasser waren die Heringsschwärme deutlich zu erkennen. Immer wieder blitzen die silbernen Flanken deutlich auf. Wir boten eine Made am 16er Haken auf ca. zwei Meter Tiefe an. Es dauerte auch nicht lange und unsere ersten Heringe landeten im Eimer. Wirklich anschlagen musste man nicht. Es reichte vollkommen aus, wenn man die Fische langsam einkurbelte. Die größten Exemplare waren 18 cm lang. Die Durchschnittsgröße lag knapp darunter.

Gü Hering
Ein typischer Hering des Banter Sees

Nach den ersten Heringen erkannte ich bereits, weshalb wir so viele Schuppen am Platz vorgefunden hatten. Diese lösen sich unheimlich leicht und bleiben überall kleben. Meine Hände, sowie mein Tackle waren über und über mit feinen Schuppen bedeckt.

Hering1
Die Schuppen lösen sich leicht ab und bleiben überall kleben

Als wir um 20:30 Uhr einpackten war unser Eimer gut gefüllt. Jesse hat beim Ausnehmen der Fische 46 Stück gezählt. Während er einige zum Verzehr vorbereitete, fror er mir 15 Exemplare für die kommende Raubfischsaison ein. Ich hoffe, dass ich damit ein paar schöne Hechte überlisten kann.

Banter See
Die Pose geht unter – der letzte Drill des Abends

Jesse hat ein kleines Video von unserem Ansitz auf Youtube veröffentlicht:

 

Besucht mich bei Facebook unter: https://www.facebook.com/angelninostfriesland/

Hier nochmal einige Bilder zum vergrößern:

 

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