Reichlich Fische nach der Eiszeit – Angeln im März 2018

Es ist keine zehn Tage her an denen wir noch eine Temperatur von -11° C hatten. Nun haben wir heute +13° C. Das ist ein Wärmeanstieg von Sage und Schreibe 24° C in nur ein paar Tagen! So etwas habe ich selten erlebt. Ich habe, wie viele andere Angler wahrscheinlich auch, so gehofft, dass das Eis zum Wochenende endlich weg ist – und mein Hoffen wurde erfüllt. Ein Großteil der Eismassen war verschwunden und dem Angeln stand nichts mehr im Wege.

Samstag, 10.03.18 – Knockster Tief

Um 9:00 Uhr verabredeten Kasten (Mirco) und ich uns am Knockster Tief. Der Spot war uns nur all zu gut bekannt, da wir ihn seit einigen Jahren im Frühjahr befischen. Am vorherigen Wochenende wurde just hier noch Schlittschuh gelaufen, doch nun war bis auf ein paar einzelne vorbeitreibende Eisschollen alles wieder frei.

Um kurz vor 10:00 Uhr waren unsere Ruten ausgebracht. Jeder fischte mit zwei Feederruten. Als Köder kamen aussschließlich Maden und Caster zum Einsatz. Unserer schwarzen Futtermischung fügte ich einen guten Anteil Salz bei, da sich dies bei kaltem Wasser als äußerst fängig erwiesen hat in der Vergangenheit. Natürlich tat sich in der ersten Stunde nichts. War es vielleicht doch noch zu kalt? – Nein! Ein plötzlicher und kraftvoller Ausschlag der Feederspitze verscheuchte alle Bedenken. Meine Winklepicker zeigte ihre volle Aktion im Drill und der erste Brassen des Tages lag im Kescher. Mit 39 cm ein toller erster Fisch.

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Der erste Brassen des Tages – 39 cm

Eine halbe Stunde später konnte ich den zweiten Brassen erfolgreich haken und auch dieser konnte ohne Probleme gelandet werden. Dieser war unmerklich kleiner, aber dennoch genauso kampfstark. Erfolgsköder war eine Kombination von zwei Maden und einem Caster an einem 18er Haken.

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Ein weiterer schöner Brassen. Im Hintergrund das Knockster Tief

Es war mittlerweile 12:00 Uhr und die Fischaktivität nahm deutlich zu. Nach einigen Fehlbissen konnte auch Kasten seinen ersten Fisch landen. Diesmal war es keine Brasse, sondern eine artverwandte Güster, welche den Maden nicht widerstehen konnte. Die Güstern hatten sich nun an Kastens Futterplatz eingestellt und er konnte innerhalb der nächsten Stunde noch drei weitere Exemplare in ähnlicher Größe fangen. Eine Güster verirrte sich kurz darauf auch in meinen Kescher.

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Mirco mit einer Güster

Einige Fehlbisse später war meine Winklepicker wieder auf Spannung. Ein weiterer schöner Brassen lieferte einen spannenden Drill. Mit 42 cm und guten zwei Pfund war es der größte Fisch des Tages. Nur wenige Minuten fanden Mirco und ich uns im Doppeldrill wieder und zwei weitere Güstern bereicherten unser Fangergebnis.

Doppeldrill
Zwei Typen – zwei Güstern. Ein toller Doppeldrill

Beim Abbau um 13:00 Uhr konnte ich noch einen Brassen von 34 cm landen. Wir waren beide sehr erstaunt über das Fangbilanz. Wir hatten mit deutlich weniger Fischkontakt gerechnet!

Mein erstes YouTube Video zur Session gibt es hier:

Sonntag, 11.03.18 – Sauteler Kanal

Mit Anbruch der Dämmerung um 7:00 Uhr traf ich mich mit meinen Feeder-Teamkollegen Christian und André zu einem Ansitz am Timmeler Meer. An Angeln war hier allerdings nicht zu denken, da hier das Eis noch die Vorherschaft inne hatte. Plan B führte uns also an den Sauteler Kanal. Das Wetter war richtig gut. Bei 9° C kam die Sonne langsam über den von nebelbedeckten Feldern zum Vorschein. Das tolle Ambiente wurde von unzähligen Tierarten noch verstärkt. Neben Graugänsen, Austerfischern, Rehen und Hasen, stachen die aus dem Süden wiederkehrenden Kibitze mit ihren verückten Rufen heraus.

Kibitz
Kibitz am Sauteler Kanal

Wir drei fischten mit unterschiedlichen Techniken. Während ich bei meiner Winklepicker mit Feederkorb blieb, setzte André auf die Method-Feeder Technik. Christian hingegen langte zur Kopfrute, welche eine Länge von 11 Meters aufwies.

Wir legten zunächst unsere Futterstellen an um die Fische schon an den Platz zu bringen. Den Fischauftakt konnte ich mit einem 17 cm großen Rotauge einläuten. Kurz darauf konnte sich auch André mit einer etwas größeren Plötze entschneidern.

Andre Rotauge
André und sein erstes Rotauge des Tages

Mittlerweile brachen die Sonnenstrahlen endgültig den Nebel und es wurde gefühlte fünf Grad wärmer. Nun fanden sich auch die Fische an Christians Spot ein und er konnte in kürzester Zeit Rotauge um Rotauge zum Landgang überreden. Auch die Feederspitzen von André und mir standen kaum still. Allerdings konnten wir den Großteil der Bisse nicht verwerten.

Christian Stippe
Christian angelte erfolgreich mit der Kopfrute

Ab 10:00 Uhr schienen die Fische den Tag etwas ruhiger angehen zu lassen. Die Bisse wurden zaghafter, so dass ich nur noch eine Fleischmade und einen Pinky anbot. Diese Taktik zahlte sich aus und ich konnte die Fehlbissrate deutlich minimieren. Bis zu meinem Aufbruch um 12:00 Uhr konnte ich noch 12 weitere Rotaugen erwischen. Die meisten waren sehr klein, doch als Aal- und Zanderköder werden diese mir hoffentlich gute Dienste erweisen.

Rotauge

Wir konnten mit über 20 Rotaugen sehr zufrieden sein mit der Ausbeute. Das war wirklich ein toller Angeltag.

Ich konnte während der letzten beiden Tage diverse Filmaufnahmen machen. Wenn das Material zu meiner Zufriedenheit verarbeitet wurde, kommt ein Video auf meinem Youtubekanal https://www.youtube.com/user/StegAttack.

2 Gedanken zu “Reichlich Fische nach der Eiszeit – Angeln im März 2018

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