Zeitverschwendung Loten? – Gastbericht

Viele Angler wollen, wenn es die Zeit erlaubt, so schnell es geht ans Wasser. Beködert pfeffern sie ihre Ruten ins kalte Nass in der Hoffnung den dicken Fang überlisten zu können. Aber oftmals sind es diese, die dann nach kurzer Zeit ohne Bewegung an den Ruten die weiße Flagge hissen.

 

Ich für meinen Teil habe meine Köder natürlich auch so schnell es geht im Wasser. Jede Minute in der der Köder nicht im Wasser hängt, kann nichts gefangen werden. Aber kann man durch Loten und etwas Vorarbeit den Erfolg steigern ?

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Gü und ich sind vor kurzem an einem uns bekannten Gewässer gewesen. An diesem konnten wir schon so manchen Hecht, Brassen und andere diverse Fischarten überlisten. Jetzt allerdings waren wir an einem völlig anderen Gewässerabschnitt und starteten quasi bei Null. Ich schnappte mir eine meiner Ruten, bastelte mir eine einfache Lotmontage dran, und fuhr zusammen mit Gü zum Spot. Bereits nach wenigen Würfen konnten wir eine Kante im Gewässer entdecken. Auch konnten wir herausfinden, dass das Gewässer auf der von uns gegenüber liegenden Seite deutlich tiefer war als unser Ufer. Die ganze Szenerie mit dem Loten kostete uns vielleicht 15 Minuten und für unseren ersten Ansitz wussten wir jetzt schon direkt an welchen Stellen wir unsere Köder präsentieren werden.

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Kurz ins Auto gesprungen ging es ein paar Kilometer weiter zur nächsten unbekannten Stelle. Auch hier konnten wir mittels Lotrute eine Zunge im Gewässer ausmachen. Des Weiteren stellten wir fest, dass  unter den Entwässerungsrohren der Ländereien, welche am Ufer herausragten, der Boden deutlich härter ist als an anderen Stellen des Gewässers. Diese Erkenntnis ist gerade fürs Feedern und für die Karpfenangelei sehr entscheidend, denn gerade die Brassen und Karpfen fressen auf harten Böden in unmittelbarer Ufernähe, da dort viel natürliche Nahrung auf sie wartet.

In unserem Ansitz am folgendem Wochenende konnten wir auch ein paar Fische an den tieferen Stellen an den Haken bekommen, welche wir just zuvor ausgelotet hatten. Trotz der noch niedrigen Wassertemperaturen waren wir mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Der Bericht von Anfang Februar kann hier nachgelesen werden: https://angelninostfriesland.wordpress.com/2017/02/12/unruehmlich-entschneidert-angeln-im-februar-2017/

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, wie entscheidend die Gewässerkenntnis sein kann. Durch sorgfälltiges Loten des Spots kann man wirklich tendenzielle Hotspots finden und dort seinen Köder präsentieren. Ohne das nötige Know-How hätte der Köder vielleicht an der schlechtesten Stelle gelegen und man hätte tagelang dort fischen können ohne dabei jeglichen Fischkontakt zu bekommen. Ein weiteres Beispiel dafür, dass durch sorgfälltige Vorarbeit der dicke Fang vielleicht doch eher eintrifft, als man es vielleicht erwartet hat.

Ein Bericht von Mirco Dieken

 

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