Nachts am Ringkanal – Angeln im Juli 2015

Für die letzte Woche war mal wieder ein Nachtansitz geplant. Diesmal sollte es aber nicht wie die letzten Male die Abelitz sein, sondern der Ringkanal. Zielfische waren Aal und Schleie. Zu diesem Anlass habe ich mal das Lockfutter „Aalmagnet“ gekauft und ausgiebig getestet.

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Ob der Aalmagnet hält was er verspricht?

Am Donnerstag abend suchte ich mir schon einmal vorab eine geeignete Stelle für den Nachtansitz am Freitag aus. Ein paar Ruten hatte ich auch dabei, um die Beißfreudigkeit der Fische zu überprüfen. Der Spot war ein Kanalabschnitt mit einem überhängendem Baum. Zudem war hier kaum Kraut im Wasser und die Ufervegetation war nicht hoch gewachsen. Für zwei Leute war hier genügend Platz zum Angeln.

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Die Ruten sind scharf

Die ersten Fische die ich mit Tauwurm überlisten konnte waren zwei Kaulbarsche. Mit meiner selbstgebauten Stipprute fing ich mir ein paar Rotaugen, die für die Köderfischangelei Verwendung finden werden. Dann tat sich eine ganze zeitlang garnichts und ich tauschte alle Köder an den Angeln aus. Eine Grundrute stattete ich mit einem Maiskorn aus, dass mir nur wenige Sekunden nach dem Auswerfen einen 44er Brassen einbrachte. Gegen 22 Uhr ließ sich schließlich ein Zielfisch blicken. Eine 24er Schleie ließ sich einen kompletten Tauwurm schmecken. Ich war richtig froh mal wieder einen Edelfisch gefangen zu haben. Kurz darauf packte ich mein Zeugs und verschwand.

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Der erste Zielfisch. Eine kleine Schleie

Am Freitag war es dann soweit. Nachtangeln am Ringkanal. Um 19 Uhr stand ich mit Sack und Pack am Spot. Da Willow noch nicht da war wollte ich noch ein Ründchen die Spinnrute schwingen. Erster Wurf und Zack! Ein schöner Hecht fiel auf den 2er Spinner der Marke Mepps herein. Nach einem spannenden Drill landete der Hecht im Kescher. Da der Fisch gut gehakt war, ließ ich den strammen 66 cm Burschen wieder in sein Element. Diese Maßnahme sollte sich wenig später als grober Verstoß gegen die Regeln des BVO Emden herausstellen.

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Hecht auf einen 2er Mepps Spinner

Das erste Mal wurden wir dieses Jahr nämlich kontrolliert. Die erste Ermahnung gegen mich war meiner eigene Dusseligkeit geschuldet. Ich hatte nämlich keine Fischfangliste mit dabei. Die ist allerdings Pflicht und muss vor jedem Ansitz ausgefüllt werden. Ansonsten verlief die Kontrolle ohne nennenswerte Mängel ab. Bis auf die Tatsache, dass der Aufseher mitbekommen hat, dass ich einen maßigen Hecht gefangen hatte. Auf die Frage wo denn das Tier wäre antwortete ich: „Im Wasser!“. Freundlich aber bestimmt wies er mich zurecht, dass es verboten ist maßige Fische wieder zu releasen. Dies nahm ich natürlich zur Kenntnis. Der Aufseher nahm seinen Job ernst und führte ihn freundlich, aber konsequent aus. Das finde ich richtig und vor allen Dingen wichtig. Als der gute Mann fort war, diskutierten Willow und ich noch lange über das Thema. Aber dazu werde ich meine Meinung ein ander Mal kund tun.

Bis kurz vor Mitternacht lagen die Bissanzeiger still. Dann aber ging eines meiner Aalglöckchen los. Anschlag, Drill und drin im Kescher. Leider war es kein Zielfisch, sonder ein vorlauter Brassen. Endlich also der erste Nachtfisch.

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Ein nächtlicher Brassen

Gegen 1:00 Uhr dann ein heftigerer Biss auf eine Grundrute. Der Fisch war besser. Da er aber direkt in ein Krautfeld geflüchtet war, blieb die Identität zunächst unbekannt. Mit vereinten Kräften entfernten wir Stück für Stück das Krautfeld und konnten den Fisch erfolgreich keschern. Der Übeltäter war meine persönliche Rekordschleie von 2, 1 Pfund bei 42 cm. Gebissen auf einen halben Tauwurm. Dieser Fisch war der erste Edelfisch, den ich dieses Jahr entnommen habe. Der Fisch war zwar recht deformiert und hatte eine Fehlstellung des Rückens, aber schmecken soll er wohl trotzdem.

Meine PB Schleie - 2,1 Pfund, 42 cm
Meine PB Schleie – 2,1 Pfund, 42 cm

Kurios war, dass ich die Schleie mit meiner Spinnrute gefangen hatte. Als es dunkel wurde baute ich diese einfach zu einer Grundrute mit Festbleimontage um. Der erhoffte Aal blieb auch trozt Einsatzes des „Aalmagneten“ aus.

Am gestrigen Samstag habe ich die Schleie ausgenommen und nach einem Rezept vom Youtube-Angler „Moreno 09“ verarbeitet – Schleie nach Müllerinnen Art. Hierzu wird der Fisch nach Einsatz von Zitrone und Salz in Mehl gewälzt und anschließend in der Pfanne gebraten. Gefüllt habe ich die Schleie zuvor mit Zwiebeln und Kräutern. Der Fisch hat recht gut geschmeckt, obwohl er einen leicht-mooriger Beigeschmack hatte.

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